Erfahrungen von Katrin Brunen, Mitglied der Young Career Community
„Beim Netzwerktreffen der Young Career Community in Berlin stand das Zusammenspiel von Tourismus und Stadtgesellschaft im Mittelpunkt. Den Auftakt bildete der Besuch bei visitBerlin, wo Nico Richard und Philip Nebe spannende Einblicke in die Arbeit der Abteilung Destinationsentwicklung gaben. So stellten sie verschiedene Projekte zum Thema „stadtfreundlicher Tourismus“ vor, veranschaulicht anhand von Best-Practice-Beispielen und Instrumenten wie „Nudging“.
Nach einer kurzen Tour durch die Büroräumlichkeiten und einem Gruppenfoto auf der Dachterrasse von visitBerlin wurden wir selbst aktiv: In mehreren Kleingruppen erarbeiteten wir Sensibilisierungsmaßnahmen für Bewohner:innen, Tourist:innen und touristische Leistungsträger. Im Rahmen des World-Cafés entstanden dabei unterschiedliche Ansätze, die jeweils die Perspektive der verschiedenen Stakeholder-Gruppen aufgriffen.
Zum Abschluss des ersten Tages besuchten wir das Futurium. In den Denkräumen „Mensch“, „Natur“ und „Technik“ konnten wir uns mit unterschiedlichen Zukunftsszenarien auseinandersetzen. Bei Kaltgetränken und Pasta ließen wir den Abend anschließend entspannt an der Spree ausklingen.
Am nächsten Tag stand die Stadtführung „Die Kunst, zu(m) Überleben“ von querstadtein e.V. auf dem Programm. Auf der Tour durch Charlottenburg-Wilmersdorf erhielten wir Einblicke in Themen wie Wohnungslosigkeit, sozialen Wohnungsbau, Immobilienspekulation und kulturelle Teilhabe. Die gewonnenen Eindrücke vertieften wir anschließend in der Abschlussrunde unseres Netzwerktreffens in der DRV-Geschäftsstelle.
Das nehme ich mit: Die Einblicke in die Destinationsentwicklung haben mir noch einmal vor Augen geführt, welchen Beitrag Tourismus zu einer integrierten Regional- bzw. Stadtentwicklung leisten kann. Zukunftsfähige Destinationen setzen sich neben den Bedürfnissen von Besucher:innen mit der Frage auseinander, wie Tourismus als Teil des Lebensraums für Einheimische gestaltet werden kann. Diese Perspektive hat mich nachhaltig begeistert und zu einer beruflichen Neuorientierung beigetragen – vom Reiseveranstalter hin zur nachhaltigen Lebensraumentwicklung, mit der ich mich heute auch in meinem Studium beschäftige.“

