Der Deutsche Reiseverband (DRV) hatte sich intensiv für eine Absenkung der Entgelte und damit für eine Reduzierung der finanziellen Belastung der Reiseveranstalter eingesetzt. Jetzt gibt es Gewissheit: Auf Grundlage der positiven finanziellen Entwicklung des Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) wird das Entgelt auf den absicherungspflichtigen Umsatz der Reiseveranstalter zum 1. November 2026 auf 0,25 Prozent gesenkt und somit halbiert.
DRV-Präsident Albin Loidl begrüßt die Entscheidung: „Das ist ein positives Signal für die Reisewirtschaft. Die Halbierung des Entgelts auf nunmehr 0,25 Prozent bringt den Reiseveranstaltern dringend benötigte finanzielle Entlastungen.“ Diese Maßnahme wird rund 70 Millionen Euro jährlich ausmachen und die Wettbewerbsfähigkeit der Pauschalreise stärken. Neben der Senkung der Entgelte werden auch die von den Veranstaltern zu hinterlegenden Sicherheiten deutlich reduziert – insgesamt bedeutet dieser Schritt eine einmalige Reduzierung der zu stellenden Sicherheitsleistungen von rund 560 Millionen Euro.
„Der DRSF hat sich auch in schwierigen Zeiten als verlässliches Instrument bewährt und ist finanziell weiterhin sehr solide aufgestellt. Das Vertrauen in die Absicherung der Pauschalreise bleibt damit absolut gerechtfertigt“, betont Loidl. Aus Sicht des DRV dürfen die jetzt beschlossenen Maßnahmen jedoch nicht das Ende der Entwicklung sein. Im Rahmen der Überprüfung des Finanzierungsplans im nächsten Jahr sollten bei einer weiterhin positiven Entwicklung des Fonds weitere Entlastungsschritte möglich werden. Dazu gehören insbesondere weitere Entlastungen bei den Entgelten sowie eine erneute Überprüfung der Sicherheiten.
„Die aktuellen Entscheidungen sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Unser Ziel bleibt es, die finanziellen Belastungen der Reiseveranstalter weiter zu reduzieren und damit die Pauschalreise zu stärken“, so Loidl.
Der DRV wird sich weiterhin für einen wettbewerbsneutralen und zukunftsfähigen Rahmen einsetzen, um die Vielfalt des Reiseangebots für Verbraucherinnen und Verbraucher langfristig zu sichern.
