Reisewarnung für die Kanaren aufgehoben

DRV-Präsident begrüßt Entscheidung und mahnt gleichzeitig intelligente Test-Strategie für Reiserückkehrer an

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„Das sind wirklich gute Nachrichten für die Reisewirtschaft und für alle, die im Winter gerne in die Sonne reisen möchten“, zeigt sich der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Norbert Fiebig, hocherfreut über die Aufhebung der Reisewarnung für die Kanaren, einem der beliebtesten Winterreiseziele der Deutschen. „Die Kanaren liegen bei der Sieben-Tage-Inzidenz bereits seit Anfang Oktober unter dem Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Die Aufhebung der Reisewarnung ist damit ein logischer Schritt“, so Fiebig. Gleichzeitig mahnt der DRV-Präsident: „Wir dürfen jetzt nicht zu einem Stop and Go kommen. Das führt zu Verunsicherung auf allen Seiten und insbesondere bei den Reisenden. Ähnlich wie bei der Türkei müssen Spanien und Deutschland jetzt zeitnah einen sicheren Luftkorridor vereinbaren. Damit würden für Rückkehrende aus Spanien durch effektive Sicherheitsmaßnahmen und Testung im Zielgebiet die Quarantäne-Regelung entfallen, sofern sie sich bis 48 Stunden vor Rückreise nach Deutschland einem PCR-Test unterziehen und das Testergebnis negativ ist.“ Eine solche Vereinbarung wurde mit der Türkei für vier beliebt Urlaubsregionen bereits im Sommer erfolgreich umgesetzt.

Intelligente Test-Strategie erforderlich

„Wir brauchen dringend eine abgestimmte Test-Strategie für Reiserückkehrer, damit Reisen auch in Corona-Zeiten wieder zu einer gewissen Normalität zurückkehren kann. Mit dem zielgenauen Einsatz von Tests bei der Einreise nach Deutschland oder noch im Zielgebiet lässt sich die Einschleppung des Coronavirus wirksam eindämmen – und die Flughäfen sind diesbezüglich sehr gut ausgestattet.“ Die von der Bundesregierung geplante Zwangsquarantäne für Reiserückkehrer aus ausländischen Risikogebieten ist aus Sicht des DRV unverhältnismäßig und der falsche Weg. Reiseveranstalter und Zielgebiete haben ebenso wie die Fluggesellschaften und viele andere Unternehmen der Reisebranche überzeugende Hygiene- und Sicherheitskonzepte entwickelt, um das Risiko einer Ansteckung mit Corona während der Reise zu minimieren. „Passende Konzepte liegen vor und sind erfolgreich umgesetzt. Reisen sind auch in Corona-Zeiten sicher möglich“, so Fiebig. „Auch das Robert Koch Institut hat festgestellt, dass lediglich drei Prozent aller Corona-Infektionen ihren Ursprung im Ausland haben. Und da sind insbesondere Besuche bei der Familie und damit einhergehende Feiern der Auslöser. Erholungsuchende Pauschalreisende spielen hier kaum eine Rolle. Gerade in Corona-Zeiten ist die Pauschalreise die sichere Art zu reisen.“ Entscheidend bleibe darüber hinaus immer, die einschlägigen AHA-Regeln einzuhalten und auf enge Kontakte oder ausgelassene Feiern zu verzichten – egal ob auf Reisen oder zu Hause.

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