Zum diesjährigen Sommerfest mit Politik, Reisewirtschaft und Medien hatte der Deutsche Reiseverband (DRV) in die türkische Botschaft eingeladen. Rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – darunter Vertreter der Bundesregierung, Politiker, Mitarbeitende aus Bundesministerien, diplomatisches Corps sowie zahlreiche Branchenvertreter und Journalistinnen und Journalisten – tauschten sich zu aktuellen Entwicklungen in der Branche, der Buchungsentwicklung sowie zu politischen Entwicklungen auf Bundes- und EU-Ebene aus. Impressionen vom DRV-Sommerfest finden Sie hier in der großen Bildergalierie.
Als Gastgeber der Veranstaltung konnten der Botschafter der Republik Türkiye in Deutschland, Gökhan Turan, und DRV-Präsident Albin Loidl unter den zahlreichen Gästen auch den Koordinator der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus, Dr. Christoph Ploß, begrüßen. Dieser hob in seiner Rede den besonderen Stellenwert des Outgoing-Geschäfts hervor – das Hauptstandbein der Reiseveranstalter und Reisebüros und damit der deutschen Reisewirtschaft. Das Auslandsreise-Geschäft sei deshalb auch in der Nationalen Tourismusstrategie der Bundesregierung fest verankert. „Wir als Bundesregierung wollen den Tourismus fördern und das Reisen ins Ausland unterstützen, wo immer es möglich ist“, so Ploß. Daher gelte es, das Fliegen klimafreundlicher zu machen. Er bekräftigte zudem in seiner Ansprache das Ziel der Bundesregierung, die Pläne für die Flexibilisierung der Arbeitszeit im Herbst beschließen zu wollen, damit die Regelungen zum Jahresbeginn 2027 rechtskräftig werden.
„Die Türkei ist für die deutsche Reisewirtschaft ein zentraler Partner und eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen“, betonte DRV-Präsident Loidl. „Die Kombination aus hoher Qualität bei einem exzellenten Preis-Leistungsverhältnis, hervorragender Infrastruktur und kontinuierlicher Angebotsentwicklung macht das Land zu einem verlässlichen Wachstumstreiber.“ Gleichzeitig betonte auch er die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit insbesondere bei der Weiterentwicklung des touristischen Angebots. „Die deutsch-türkische Tourismuspartnerschaft ist ein Erfolgsmodell. Sie stärkt nicht nur unsere Wirtschaft, sondern bringt Menschen zusammen und fördert das gegenseitige Verständnis“ betonte DRV-Präsident Loidl.
„Die Türkei ist besonders für deutsche Familien attraktiv ist. Die jüngsten Preissteigerungen müssen jedoch aufmerksam beobachtet werden. Urlaub muss gerade für Familien bezahlbar bleiben. Nach einem sehr vielversprechenden Buchungsstart im ersten Quartal 2026 mit einem zweistelligen prozentualen Zuwachs hat der Nahost-Konflikt die Entwicklung ein wenig gedämpft”, so DRV-Präsident Albin Loidl.
Insgesamt reisten im vergangenen Jahr rund 6,75 Millionen Deutsche in die Türkei – ein Plus von etwa zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im ersten Quartal stieg die Zahl deutscher Besucher um 18,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und Deutschland stellt den größten Quellmarkt aller Ankünfte dar.
Besonders beliebt bei deutschen Reisenden sind die türkische Riviera rund um Antalya (52,5 Prozent aller Ankünfte 2025), die Metropole Istanbul (22,5 Prozent) und die Ägäisregion (12,5 Prozent), aber auch Regionen wie Kappadokien und die Schwarzmeerküste gewinnen an Bedeutung, denn das Land erweitert sein touristisches Profil konsequent über klassische Badeurlaube hinaus – hin zu Kultur-, Kulinarik-, Sport-, Wellness- und MICE-Angeboten.
Die Gäste des diesjährigen DRV-Sommerfestes erlebten vor Ort die kulturelle Vielfalt des Gastgeberlandes: Ein türkisches Dinner unter dem Motto „Ein Tisch voller kulturellem Erbe“ sowie der Auftritt einer traditionellen Tanzgruppe vermittelten eindrucksvoll die kulturellen Facetten des Landes. Dieser persönliche Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Medien in Kombination mit der Vielfalt des Gastgeberlandes steht bei der schon traditionellen jährlich stattfindenden Politikveranstaltung im Mittelpunkt. Seit ein paar Jahren findet diese zusammen mit und auf dem Gelände verschiedener Botschaften statt.
