Der Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung, Menschenhandel und Gewalt stand im Mittelpunkt des heutigen DRV-Politikfrühstücks. Referentn Antje Monshausen, Geschäftsführerin von ECPAT Germany und Vorsitzende der AG Kinderschutz im DRV, sprach sich dabei dafür aus, den Kinderschutz ausdrücklich in die Nationale Tourismusstrategie aufzunehmen.
Vor Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik erläuterte Monshausen aktuelle Risiken und zentrale Handlungsfelder. Da kein Land von sexueller Ausbeutung und Menschenhandel mit Minderjährigen ausgenommen sei, komme auch den Unternehmen und Beschäftigten der Tourismuswirtschaft eine besondere Verantwortung bei der Prävention zu.
Entscheidend sei ein gemeinsames Vorgehen von Politik, Behörden, Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und Polizei. Zu den wichtigsten Instrumenten zählen verbindliche Kinderschutzkonzepte, Aufklärung und Schulungen sowie eine stärkere Sensibilisierung für sexualisierte Gewalt im digitalen Raum. Diskutiert wurden zudem technische Frühwarnsysteme und der gezielte Einsatz qualifizierten Fachpersonals.
ECPAT Germany ist eine Mitgliedsorganisation von ECPAT International, die mit 145 Mitgliedsorganisationen in 115 Ländern aktiv sind. Mit Studien, Medienkooperationen und Kampagnen wie „Nicht wegsehen!“ macht das Netzwerk und der DRV auf die Risiken aufmerksam – unter anderem an touristischen Kontaktpunkten wie Flughäfen und Bahnhöfen.
Der DRV engagiert sich seit 25 Jahren mit seiner AG Kinderschutz für Prävention und Aufklärung. Gemeinsam mit ECPAT Germany und weiteren Partnern will der Verband dieses Engagement fortsetzen und den Kinderschutz dauerhaft in der Reisewirtschaft stärken.



