Der Missbrauch von Kindern ist weltweit eine Straftat und darf kein Tabuthema sein – weder zu Hause noch auf Reisen und im Urlaub.
Vor diesem Hintergrund setzen wir uns seit vielen Jahren gegen die sexuelle Ausbeutung von Minderjährigen im Tourismus ein.
Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht die Sensibilisierung und Information von Reisenden aber auch von Mitarbeitenden der Reisewirtschaft, um Kinder vor sexuellen Übergriffen zu schützen.
Kinderschutz auf Reisen und im Tourismus ist durch das Engagement jedes Einzelnen möglich. Doch touristische Strukturen sind komplex. Täterinnen und Täter profitieren häufig von der Anonymität auf Reisen sowie von der Tabuisierung, Gewalterfahrungen zu thematisieren. Daher wird der Schutz von Kindern langfristig nur Erfolg haben, wenn viele aktiv werden und wir gemeinsam agieren.
Aus diesem Grund unterstützt der DRV in 2026 aktiv die Öffentlichkeitskampagne "Sieh hin - Zeige Zivilcourage". In Kombination einer Plakat- und Social-Media-Kampagne, werden Reisende während der deutschlandweiten Sommerfereien angesprochen und dazu ermutigt, hinzusehen und aktiv zu werden. Weitere Informationen zur Sommerkampagne finden Sie hier.
Sie möchten auch aktiv werden? Großartig!
Die Kampagne ist eine Multistakeholderaktion zur Bewerbung der Meldeplattform www.nicht-wegsehen.net.
Initiiert von Tourismusunternehmen, Regierungsbehörden und NGOs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Meldeseite www.nicht-wegsehen.net weltweit erreichbar. Hier können Reisende Kontakt zum Bundeskriminalamt (BKA) oder zu ECPAT Deutschland aufnehmen und auffällige Beobachtungen oder Verdachtsfälle melden. Das geht auch ohne Angabe persönlicher Daten. Auf der internationalen Plattform www.dontlookaway.report kann eine direkte Meldung an die Behörden in derzeit 20 Ländern weltweit erfolgen.
In wechselnden Destinationen führt der Deutsche Reiseverband in Kooperation mit der Kinderschutzorganisation ECPAT regelmäßig Workshops zum Kinderschutz durch. Dabei sollen Mitarbeitende touristischer Einrichtungen in den Urlaubsländern für das Thema sensibilisiert werden. Gemeinsam mit den lokalen Behörden, der örtlichen Polizei und den Trainer:innen erörtern die Teilnehmenden Fragestellungen zum Kinderschutz und erhalten konkrete Empfehlungen, wie sie mit Verdachtsfällen umgehen.



