Klimaschutz in der Reisebranche

Anreize statt Verbote

Nachhaltigkeit

Die Reisewirtschaft unterstützt die UN-Klimaziele, wie sie in Paris beschlossen wurden.  Die Branche steht zu ihrer Verantwortung und leistet bereits jetzt einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Bei allem Engagement muss stets die richtige Balance aus ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten gefunden werden.  

Es ist dringend notwendig, Geld in die Forschung und Entwicklung alternativer, strombasierter Kraftstoffe wie dem Power-to-Liquid-Verfahren (PtL) zu investieren. Das gilt sowohl für den Luftverkehr als auch für die Kreuzfahrtbranche. Der DRV begrüßt daher ausdrücklich, dass die Bundesregierung noch bis Ende 2019 eine Wasserstoff-Strategie verabschieden will.

Auch die Leipziger Erklärung der Luftfahrt hat klimaschonende Mobilität in den Fokus  gerückt. Sie ist ein wichtiger Baustein für die Vorreiterrolle der deutschen Luftverkehrsbranche gerade in Sachen Innovation und Klimaschutz. Mittel wie die Luftverkehrsteuer sollten künftig insbesondere für die Entwicklung regenerativer PtL-Kraftstoffe genutzt  werden. Die vom Haushaltsauschuss Mitte November beschlossene PtL-Förderung von jeweils 100 Millionen Euro für 2020 und 2021 kann nur ein Anfang sein.

Mobilität als Grundbedürfnis

Mobilität einzuschränken kann nicht Ziel gesetzgeberischen Handelns sein. Denn Mobilität ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe und wirtschaftlichen Austausch, sichert Beschäftigung und Wohlstand. So steht es auch im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung. Zudem ist es eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, Urlaub nicht zum Luxusgut werden zu lassen. Nationale Alleingänge bei Steuern und Abgaben gilt es daher sorgfältig auf ihre Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft zu prüfen. 

Systemeffekte berücksichtigen

Der internationale Tourismus ist auch ein großer Wirtschaftsfaktor in Entwicklungs- und Schwellenländern.  Er schafft Perspektiven und bringt Menschen in Lohn und Brot. Würden etwa Fernreisen komplett aus dem Angebot der Reiseveranstalter verschwinden, würde dies Menschen unmittelbar in Existenznöte bringen.  Es gehört auch zur Verantwortung von Politik und Reisewirtschaft, solche Systemeffekte zu berücksichtigen.

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