DIE REISEWIRTSCHAFT - Alle Ziele. Eine Stimme.
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Bereichsversammlung der assoziierten DRV-Mitglieder widmet sich den Auswirkungen von Brexit und Verbraucherschutz

Die Bedeutung des Luftverkehrs sowie Chancen und Herausforderungen für Fluggesellschaften und Flughäfen im Zusammenhang mit steigenden Verbraucherschutzanforderungen und dem bevorstehenden Brexit – Diese Themenmischung stand im Mittelpunkt der jüngsten Bereichsversammlung der assoziierten Mitglieder (Säule E) im Deutschen Reiseverband (DRV). Unter Leitung der DRV-Vizepräsidentin Susanne D. Schick fand diese am 13. Juni passend zu dem Schwerpunkt auf einem Flughafen statt: Gastgeber war der Paderborn-Lippstadt Airport, dessen Flughafengeschäftsführer Dr. Marc Cezanne die Reisewirtschaft herzlich willkommen hieß. DRV-Vizepräsidentin Schick stellt jede der Bereichsversammlungen unter einen bestimmten Themenschwerpunkt. 35 Teilnehmer der Mitgliedsunternehmen, die weder Reisemittler noch Veranstalter sind, nahmen diesmal an der zweitägigen Veranstaltung teil.

Der für Verkauf und Marketing zuständige Vice President der Flughafengesellschaft, Klaus Marx, betonte bei seinem Vortrag: „Flughäfen wie der Paderborn-Lippstadt Airport sind elementare Bestandteile des deutschen Flughafensystems. Gerade im Hinblick auf die an der Kapazitätsgrenze agierenden Großflughäfen und dem prognostizierten Wachstum des Luftverkehrs nehmen sie an Bedeutung zu, weil sie in der Lage sind für Entlastung zu sorgen.“ Am Beispiel des Paderborn-Lippstadt Airports zeige sich zudem, dass sich auch an einem kleineren internationalen Verkehrsflughafen die Vorteile eines Anschlusses an den weltweiten Luftverkehr und verantwortliches Wirtschaften in Einklang bringen ließen. Marx wies dabei auch auf das Kundenpotential für den Reisemarkt hin – nicht nur für Reiseveranstalter und Fluggesellschaften sondern auch für die zahlreichen Dienstleister, die als assoziierte Mitglieder im DRV engagiert sind: „Wir befinden uns in einer der stärksten Wirtschaftsregionen Deutschlands mit einem großen Bedarf an Anbindungen.“

Dass aufgrund des für Ende März 2019 bevorstehenden Ausstiegs Großbritanniens aus der EU auch für die Reisewirtschaft zahlreiche Veränderungen bevorstehen, darauf wiesen Dr. Jens P. Rinze, Partner der Rechtsanwaltskanzlei Squire Patton Boggs (US), und Paul Scodellaro, Director Sales, Distribution & Services der Fluggesellschaft Germania, hin.

„Der Brexit ist eine große Herausforderung für alle Marktteilnehmer, die eine tiefgehende Analyse erfordert“, analysierte Rinze und zeigte mögliche Folgen, aber auch noch viele ungeklärte Fragekomplexe auf. „Es müssen Maßnahmen gegen die Unsicherheit ergriffen werden“, ergänzte er.
Scodellaro wies neben den Brexit-Auswirkungen auch auf steigende Verbraucherschutzanforderungen hin. Er betonte, dass aber grundsätzlich die Sicherheit der Passagiere und Mitarbeiter bei der Flugdurchführung stets oberste Priorität habe – noch vor dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit und auch im Hinblick auf dadurch entstehende etwaige Mehrkosten wie z.B. Ausgleichszahlungen. „Als kleinerer Markteilnehmer können wir uns die Verzögerung von Ausgleichszahlungen gar nicht erlauben. Daher nimmt die zügige Bearbeitung der Kundenreklamationen und die zeitnahe Auszahlung von gerechtfertigten Forderungen bei uns einen hohen Stellenwert ein“, so Scodellaro, Director Sales, Distribution & Services bei Germania.