Die Eco­Tro­phea

Die Internationale Auszeichnung für Umweltschutz und soziale Verantwortung im Tourismus ist eine der traditionsreichsten Auszeichnungen der Reisewirtschaft. Die EcoTrophea wurde 1987 vom DRV ins Leben gerufen. Prämiert werden nationale und internationale Projekte, die einen wirkungsvollen Beitrag zur Nachhaltigkeit im Tourismus leisten.

Das The­ma der Eco­Tro­phea 2026: Zu­sam­men­ar­beit mit lo­ka­len Ge­mein­den für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung

 

Reisen bedeutet für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres. Für die Menschen vor Ort ist Tourismus jedoch Teil ihres Alltags und ihrer Lebensrealität. Tourismus kann zur wirtschaftlichen Entwicklung beitragen, Arbeitsplätze schaffen, regionale Wertschöpfung stärken und Investitionen in Infrastruktur fördern. Gleichzeitig können Herausforderungen entstehen, etwa steigende Lebenshaltungskosten für die lokale Bevölkerung, knapper Wohnraum, Nutzungskonflikte um Ressourcen oder der Verlust kultureller Identität.

Die DRV-EcoTrophea 2026 widmet sich daher dem Thema „Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden für nachhaltige Entwicklung“

Gesucht werden Projekte und Initiativen, die zeigen, wie Tourismus im engen Schulterschluss mit lokalen Gemeinschaften gestaltet werden kann und wie Destinationen durch partnerschaftliche Zusammenarbeit langfristig resilient, lebenswert und wirtschaftlich tragfähig bleiben.

Im Fokus stehen Unternehmen und Organisationen weltweit, die mit Community Based Tourism (CBT) und echtem Stakeholder Involvement Destinationen stärken und nachhaltige touristische Entwicklungen gemeinsam mit den Menschen vor Ort gestalten. Dabei geht es insbesondere um Ansätze, die lokale Akteure aktiv einbinden, Teilhabe fördern sowie soziale, wirtschaftliche und kulturelle Mehrwerte für die Bevölkerung vor Ort schaffen.

Mögliche Ansätze und Projekte können sein:

  • Projekte im Bereich Community Based Tourism (CBT), bei denen lokale Gemeinschaften touristische Angebote entwickeln, betreiben oder maßgeblich mitgestalten 
  • Initiativen für ein aktives Stakeholder Involvement, die lokale Akteure systematisch in Planungs- und Entscheidungsprozesse einbinden 
  • Maßnahmen zur Stärkung regionaler Wertschöpfung und lokaler Lieferketten im Tourismus 
  • Konzepte zur Schaffung stabiler, fairer und möglichst ganzjähriger Beschäftigungsmöglichkeiten für lokale Mitarbeitende 
  • Projekte zur Sichtbarmachung regionaler Handwerkstraditionen, lokaler Gastronomie und kultureller Angebote sowie deren Integration in touristische Angebote 
  • Bildungs- und Sensibilisierungsprogramme, die den Austausch zwischen Reisenden und Einheimischen fördern und gegenseitiges Verständnis stärken 

Mit der EcoTrophea zeichnet der Deutsche Reiseverband (DRV) herausragende Nachhaltigkeitsprojekte der Reisewirtschaft aus und macht innovative Ansätze innerhalb der Branche sichtbar. Die Auszeichnung bietet die Möglichkeit, Projekte und deren Ziele einer breiten Fachöffentlichkeit zu präsentieren, neue Kontakte innerhalb der Tourismusbranche zu knüpfen und den Wissenstransfer zu nachhaltigen Lösungsansätzen zu fördern.

Die Verleihung der EcoTrophea 2026 findet im Rahmen des DRV Hauptstadtkongresses am 15. Oktober 2026 in Berlin statt. Dort wird auch das ausgezeichnete Projekt einer breiten Fachöffentlichkeit vorgestellt.

Wenn Sie ein entsprechendes Projekt umsetzen, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung.  

Jetzt für die EcoTrophea 2026 bewerben: Zum Bewerbungsformular

Bitte das ausgefüllte Formular an radtke@drv.de senden.
 

An­sprech­part­ne­rin für Fra­gen

Susann Radtke

Referentin Nachhaltigkeit

T +49 30 28406-42

radtke@drv.de

Eco­Tro­phea 2026: Working with Lo­cal Com­mu­nities for Sustainable De­ve­lop­ment

For many people, travelling represents the most enjoyable time of the year. For local communities, however, tourism is part of everyday life and lived reality. Tourism can contribute to economic development, create jobs, strengthen local value creation and stimulate investment in infrastructure. At the same time, it can also create challenges, including rising living costs for local residents, housing shortages, conflicts over the use of resources and the loss of cultural identity.

The DRV EcoTrophea 2026 is therefore dedicated to the theme “Working with Local Communities for Sustainable Development”.

We are looking for projects and initiatives that demonstrate how tourism can be developed in close partnership with local communities and how destinations can remain resilient, liveable and economically sustainable over the long term through collaborative approaches.

The focus is on companies and organisations worldwide that strengthen destinations through Community Based Tourism and genuine stakeholder involvement while shaping sustainable tourism development together with local communities. Particular attention is given to approaches that actively involve local stakeholders, promote participation and create social, economic and cultural added value for local populations.

Possible approaches and projects may include:

  • Community Based Tourism projects in which local communities develop, operate or play a leading role in shaping tourism products and experiences 
  • Initiatives promoting active stakeholder involvement by systematically integrating local stakeholders into planning and decision-making processes 
  • Measures aimed at strengthening regional value creation and local supply chains within tourism 
  • Concepts for creating stable, fair and, where possible, year-round employment opportunities for local employees 
  • Projects that highlight regional craftsmanship, local gastronomy and cultural offerings and integrate them into tourism products and experiences 
  • Educational and awareness-raising programmes that foster exchange between travellers and local communities and strengthen mutual understanding 

Through the EcoTrophea, the German Travel Association (DRV) recognises outstanding sustainability projects within the travel industry and highlights innovative approaches across the sector. The award provides an opportunity to present projects and their objectives to a broad professional audience, establish new contacts within the tourism industry and promote knowledge transfer relating to sustainable tourism solutions.

The EcoTrophea 2026 award ceremony will take place during the DRV Annual Congress on 15 October 2026 in Berlin. During the event, the winning project will also be presented to a broad audience of tourism professionals.

If you are implementing a project that aligns with this year’s theme, we look forward to receiving your application.

Apply now for the EcoTrophea 2026: Application Form

Please send the completed form to radtke@drv.de.

Über­sicht: Ge­win­ner der Eco­Tro­phea

2025: Biodiversität

Die Via Transilvanica ist Rumäniens erster durchgehender Fernwanderweg und führt auf über 1.600 Kilometern durch die Karpaten, die Bukowina und die Banater Berge. Initiiert von der Tasuleasa Social Association, verbindet der Weg mehr als 400 Ortschaften und 20 ethnische Gemeinschaften. Er durchquert Landschaften mit einer beeindruckenden Vielfalt an Ökosystemen – von dichten Wäldern über Hochweiden bis hin zu artenreichen Flusstälern. Viele Abschnitte liegen in Regionen mit geschützter Flora und Fauna, darunter Bären, Wölfe, Luchse und zahlreiche endemische Pflanzenarten, die in den Karpaten überleben. Die Via Transilvanica macht diese Biodiversität für Wanderer erlebbar, lenkt den Tourismus in nachhaltige Bahnen und fördert gleichzeitig die Bewahrung ländlicher Lebensräume. Mit jedem Schritt unterstützen die Wanderer den Schutz eines der letzten großen Wildnisräume Europas.

 

2024: Fernweh Fair Travel: Frauen stärken durch nachhaltigen und gemeinschaftsorientierten Tourismus

Fernweh Fair Travel bietet geführte, individuelle Touren für Kleingruppen an, die Naturerlebnisse mit kulturellen Aktivitäten der indigenen Bevölkerung kombinieren. Für die Frauen in der Region schafft der Tourismus nicht nur Einkommensmöglichkeiten, er trägt auch zur Wiederbelebung des traditionellen Kunsthandwerks bei. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Frauen, die als junge Witwen aus der lokalen Gemeinschaft ausgestoßen wurden. Durch das Projekt erhalten sie eine nachhaltige Lebensperspektive.

 

2023: Sentido Galomar Ecohotel: Wassereinsparung im Mittelpunkt

100 Prozent energieautark, hocheffiziente Ausstattung beim Energie- und Wasserverbrauch, Nutzung von Regen- und Meerwasser wo immer möglich – damit hat das Sentido Galomar Ecohotel auf der portugiesischen Insel Madeira die Jury überzeugt und die EcoTrophea 2023 gewonnen.

 

2022: Studiosus Reisen: Transparenter Klimaschutz

Studiosus stellt seit 2021 alle Reisen durch Kompensation der CO2-Emissionen und anderer klimarelevanten Treibhausgase (CO2e) klimaneutral. Dazu veröffentlicht Studiosus seit 2022 zudem den kompletten CO2e-Fußabdruck jeder Reise. Dadurch wird für Transparenz gesorgt und die Kundinnen und Kunden können die Klimawirkung ihrer Reise bei der Entscheidung berücksichtigen

 

2021: Iberostar für Wave of Change

„Wave of Change” steht für ein verantwortungsvolles Tourismusmodell mit umfassenden Maßnahmen zum weltweiten Umweltschutz und zum Schutz der Ozeane. Iberostar hat in der Pandemie diese Strategie um ein umfangreiches Maßnahmenpaket zum Gesundheitsschutz ergänzt – ohne das Umweltengagement zurückzufahren.

 

2020: American Express Global Business Travel für die Software Neo

Die Software Neo, über die Geschäftsreisen gebucht und abgerechnet werden können, berücksichtigt wichtige Aspekte nachhaltigen Reisens. So zeigt sie die CO2-Emissionen für Züge und Flüge an und bietet die Möglichkeit, nach der Höhe der Emissionen zu filtern. Darüber hinaus werden „grüne“ Hotels, die bestimmte Nachhaltigkeitsstandards erfüllen gekennzeichnet. So können Geschäftsreisende fundierte Entscheidungen treffen und werden dabei unterstützt, ihre Reisen nachhaltiger zu gestalten.

 

2019: Futouris als Sonderpreis anlässlich des zehnjährigen Jubiläums

Mit der Auszeichnung würdigt der DRV das vorbildliche und gemeinschaftliche Engagement für Nachhaltigkeit. Seit ihrer Gründung im Jahr 2009 hat die Brancheninitiative etwa 50 Nachhaltigkeitsprojekte weltweit erfolgreich umgesetzt (Stand: Dezember 2019).

 

2018: Reiseagentur Renard Bleu Touareg für sozialverträglichen Tourismus: Mit Nomaden durch die Wüste Marokkos

Reisenden die Sahara und ihre Menschen näher bringen, heißt die Devise der Reiseorganisation Société Renard Bleu Touareg (renard-bleu-touareg.org) aus Marokko. Unterstützt von Azalay e.V., einem Verein zur Erhaltung der nomadischen Lebensform mit Sitz in Marburg, wurde das Projekt von Nomaden für Nomaden gegründet.

 

2017: TUI Cruises für ein Projekt zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen

Gerade auf Kreuzfahrtschiffen, wo die Gäste rund um die Uhr aus einem besonders großen kulinarischen Angebot wählen können, ist die Zubereitung von Lebensmitteln eine große Herausforderung. Aufgrund höchster Hygieneanforderungen an Bord eines Kreuzfahrtschiffes können nicht immer alle Lebensmittel wiederverwertet werden. Lebensmittelreste sind somit unvermeidbar. Doch mit ersten Maßnahmen konnte beispielsweise in einem Buffetrestaurant auf einem der Flottenschiffe innerhalb der vergangenen Monate die Abfallmenge bereits um rund 20 Prozent reduziert werden.

 

2016: Projekt TourCert Andina für ein Zertifizierungsprojekt für nachhaltige Entwicklung in den Anden

Mit dem Aufbau des Netzwerks TourCert Andina soll die touristische Wertschöpfungskette in den Anden-Ländern Peru, Ecuador, Kolumbien und Bolivien nachhaltig ausgerichtet werden. Das Projekt berücksichtigt den Schutz von Umwelt und Natur und legt einen Schwerpunkt auf die wirtschaftliche Entwicklung der Regionen und beweist damit soziale Verantwortung für die Menschen vor Ort. Ziel des Projektes ist es, das in Europa bekannte und renommierte TourCert-System in lateinamerikanischen Länder zu übertragen.

 

2015: arbeitskreis tourismus & entwicklung (Schweiz) für das Internetportal fairunterwegs.org

Aktuelle Berichterstattung zur Nachhaltigkeit im Tourismus, fundierte Hintergrundinformationen, Analysen zu Tourismusentwicklungen, Länderinformationen sowie praktische Tipps und Infos für faires Reisen: das alles bietet – kompakt und informativ – die Internet-Plattform fairunterwegs.org. Initiiert und im Herbst 2006 freigeschaltet wurde die Website vom Schweizer arbeitskreis tourismus & entwicklung (akte). Urlauber finden dort Entscheidungshilfen für das Planen und Buchen von Reisen sowie für unterwegs.

 

2014: Thomas Cook für das Projekt „Wertvolles Wasser“

Mit wissenschaftlicher Unterstützung von der Nachhaltigkeitsinitiative Futouris sollte zunächst ein Beitrag zur langfristigen Reduzierung des Wasserverbrauchs in konzerneigenen und Franchise-Hotels erzielt werde. Ziel war darüber hinaus, die aus dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse der Tourismusbranche zur Verfügung zu stellen und einen zukunftsweisenden Beitrag zum sparsamen Umgang mit Wasser zu leisten.

 

2013: Intrepid Travel für seinen ganzheitlichen und hohen Nachhaltigkeitsanspruch

„Real life experience“ – die Welt erleben, wie sie wirklich ist, lautet das Credo von Intrepid Travel. Das authentische Reiseerlebnis ist ein Markenzeichen des weltweit tätigen Gruppenreisenveranstalters mit Niederlassung in Deutschland. Zugleich engagiert sich das Unternehmen für Umweltschutz und soziale Verantwortung.

 

2012: Das Bioreservat Huilo Huilo in Chile für sein ganzheitliches Nachhaltigkeitskonzept

Das für seine originellen Baumhäuser weltbekannte chilenische Bioreservat Huilo Huilo wird für sein ganzheitliches Nachhaltigkeitskonzept ausgezeichnet. Huilo Huilo ist ein vorbildliches Beispiel dafür, wie Naturschutz und Tourismus voneinander profitieren können. So werden Arbeitsplätze und Schulungsmöglichkeiten für die Bevölkerung in der Region geschaffen, was der Landflucht entgegen wirkt.

 

2011: Montenegro für das umfangreiche Wander- und Radwegeprojekt „Wildernis Hiking & Biking“

Mit dem 2007 initiierten Projekt „Wilderness Hiking & Biking“ wurde das bislang auf Strandurlaub fokussierte Tourismusangebot Montenegros um attraktive Aktiv- und Abenteuerangebote im bergigen Hinterland erweitert. Das bislang touristisch unerschlossene Hinterland konnte erfolgreich an die bekannte Bade- und Küstenregion angebunden werden – mit einem rund 6.000 Kilometer umfassenden Wander- und Radwegenetz.

Über den Preis

Die Skulptur wurde 2016 in einem studentischen Wettbewerb an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle zum 30. Jubiläum der EcoTrophea neu gestaltet. Sie besteht aus weißem Porzellan mit einer zu einem Knoten geformten Baumwollkordel als Spitze. Sie kann sowohl einen Leuchtturm für sogenannte Leuchtturmprojekte symbolisieren als auch als Flaschenpost verstanden werden, die eine gute Nachricht um die Welt trägt.

Ih­re An­sprech­part­ne­rin

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Susann Radtke
Referentin Nachhaltigkeit
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