Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie

Das ist für Reisebüros und Reiseveranstalter erreicht worden:

  • Sicherungsscheinschein gerettet
    Bundesjustizminister Maas (SPD) wollte den bewährten Sicherungsschein abschaffen. Dies hat der DRV verhindert, denn der Sicherungsschein ist das Gütesiegel der Reisewirtschaft.
  • Tagesfahrten gerettet
    Das Bundesjustizministerium wollte auch Tagesfahrten in die Pauschalreiserichtlinie einbeziehen. Dies hat der DRV verhindert, weil der Vertrieb für Reisebüros damit viel bürokratischer geworden wäre.
  • Einzelleistungen ausgenommen
    Das Bundesjustizministerium wollte auch Einzelleistungen als Pauschalreise fassen. Dies hat der DRV verhindert, damit die Reiseanbieter in Deutschland keinen Nachteil gegenüber anderen EU-Ländern – wo das nicht gilt –haben.
  • Veranstalterhaftung verhindert
    Die EU wollte, dass jedes Kundengespräch über Urlaubsort und Reisearrangement die Buchung zur Pauschalreise macht. Der DRV hat ein neutrales Beratungsgespräch durchgesetzt und damit verhindert, dass für Reisebüros Veranstalterhaftung gilt.
  • Business Travel ausgenommen
    Die EU wollte, dass auch Geschäftsreisen als Pauschalreise gelten sollen. Der DRV hat dies verhindert, da Unternehmen kein Schutzbedürfnis wie Privatreisende haben.
  • Vertragsbürokratie abgewendet
    Der DRV hat durchgesetzt, dass auch künftig eine Nichtäußerung des Kunden bei erheblicher Vertragsänderung als Zustimmung gilt. Der EU-Vorschlag hätte für Veranstalter und Reisebüros einen immensen Bürokratieaufwand bedeutet.
  • Informationspflichten begrenzt
    Die EU wollte umfangreiche Informationspflichten u. a. zu Sprache (Sprechen die Gärtner, Poolreiniger und Küchenhilfen deutsch?) vorschreiben. Der DRV hat durchgesetzt, dass nur in vernünftigem Umfang informiert werden muss.
  • Widerrufsrecht verhindert
    Die EU wollte ein generelles Widerrufsrecht für Pauschalreisen einführen. Der DRV hat dies verhindert, weil Reiseanbieter einseitig auf allen Kosten sitzen geblieben wären.