Regionaltypische und nachhaltige Esskultur im Urlaubshotel erleben

"Was essen wir heute?" – eine der wichtigsten Fragen, nicht nur zu Hause, sondern auch im Urlaub. Auch für die vielen Reisenden, die an die türkische Ägäis, eines der beliebtesten Reiseziele in der Türkei, kommen. Sie bringen meist ein großes Interesse an der türkischen Kultur, dem türkischen Lebensstil und einer gesunden Lebensweise mit. Und natürlich auch an der türkischen Küche. „Nachhaltige Ernährung ist für fast 40 Prozent der Urlaubsgäste wichtig und 60 Prozent deutscher Reisender schätzen eine regionale Küche. Dennoch sehen die meisten Anbieter ein nachhaltiges Ernährungsangebot nicht als Wettbewerbsvorteil an – hier gibt es noch viel Potential.“, erklärt ÖGER TOURS-Geschäftsführerin Songül Göktas-Rosati.

Der Türkeispezialist ÖGER TOURS und Futouris, die Nachhaltigkeitsinitiative der deutschen Tourismusbranche, bringen das Bedürfnis nach authentischer, regionaler Küche und gesundem, nachhaltig hergestellten Essen in ein gemeinsames Projekt ein. Im Rahmen von „Taste the Culture“ werden nachhaltige Ernährungsangebote in Hotels an der Türkischen Ägäis eingeführt. Das Projekt umfasst sowohl die Personal-Schulung bei ausgewählten Hotelpartnern als auch die Kommunikation an die Hotelgäste. Ziel ist es, nachhaltige Ernährungsprinzipien auch in beliebten Urlaubsländern einzuführen und so einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Stärkung regionaler – oftmals traditioneller – Nahrungsmittelproduzenten zu leisten. Weiterhin wird eine regionale Zubereitung der Speisen auf Basis traditioneller Rezepte gefördert, so dass auch die Esskultur der Region erlebbar wird.

Viele türkische Hoteliers kaufen bereits lokale Lebensmittel ein, zum Teil auch direkt von den lokalen Produzenten. Allerdings kann diese regionale Vernetzung zwischen landwirtschaftlichen Produzenten und Abnehmern der Waren aus dem Hotelbereich noch weiter gefördert werden. Darüber hinaus ist das Konzept von Bio-Lebensmitteln in türkischen Hotels weitgehend unbekannt, hier besteht daher großes Potential, um deren Verwendung zu stärken.

"Taste the culture" umfasst zwei Projektphasen

In der ersten Phase werden die Hotelmitarbeiter auf der Grundlage des "Sustainable Food Manuals" hinsichtlich Einkauf, Lagerung und Verarbeitung von ökologisch und nachhaltig produzierten Lebensmitteln geschult.

Ein Projekt-Modul ist dabei u. a. der Besuch auf einem Öko-Bauernhof (Degirmen-Farm in Davutlar), der von der Projektpartnerin Gürsel Tonbul geleitet wird. Gürsel Tonbul ist eine der bekanntesten türkischen Produzentin-nen von Bio-Lebensmitteln. Als Expertin für Bio-Landbau und regionale Beschaffung führt sie die Schulung durch und gibt ihre Erfahrungen aus erster Hand weiter. Gemeinsam mit den Geschulten werden anschließend Umsetzungsmöglichkeiten im eigenen Betrieb sowie nachhaltige Menüs auf Basis traditioneller, regionaler Rezepte für das eigene Speisenangebot entwickelt.

Die zweite Phase beschäftigt sich mit der Präsentation und Kommunikation der nachhaltigen Angebote. Nachhaltige Ernährung ist genussvoll und macht Spaß, umso mehr, wenn man auch darüber aktiv informiert wird, was man isst. Der zweite Schwerpunkt des Projekts ist es daher, Präsentations- und Kommunikationsmethoden zu entwickeln und zu verbessern, um nachhaltige Ernährung noch umfassender erlebbar zu machen. Dazu werden entsprechende Methoden, Aktivitäten und Materialien getestet, wie z.B. Hinweisschilder am Buffet, Kochkurse oder digitale Möglichkeiten. Diese werden auf der Grundlage des Gäste- und Personalfeedbacks optimiert. Die Umsetzung dieses Projektteils findet in enger Zusammenarbeit mit dem Branchen-Modellprojekt „Sustainable Food - Gästekommunikation“ statt, das Prof. Dr. Dagmar Lund-Durlacher und ihr Team von der MODUL-Universität Wien durchführen.

Projektteilnehmer werden zunächst sieben Hotels in der Region Kusadasi, darunter u. a. die Hotels der Paloma-Gruppe wie beispielsweise der kürzlich renovierte Club Mary by Paloma in Özdere, sein. Das Schulungsmaterial und die Projektergebnisse werden im Anschluss so aufbereitet, dass sie interessierten Hoteliers in der gesamten Türkei und weltweit zur Verfügung stehen.

Über ÖGER TOURS

ÖGER TOURS ist der führende Türkeispezialist auf dem deutschen Reisemarkt und zugleich Spezialist für Orientreisen. Mit über 400 wöchentlichen Abflügen und rund 1.000 systemisch buchbaren  Hotels in sechs Regionen bietet der Hamburger Reiseveranstalter das umfangreichste Türkeiprogramm auf dem deutschen Markt an. Orient-Produktportfolio umfasst die Urlaubsländer Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate, Tunesien, Marokko und Jordanien. ÖGER TOURS ist eine Marke der Thomas Cook AG.

Über Futouris

Das natürliche und kulturelle Erbe unserer Welt bewahren und den Tourismus nachhaltiger gestalten – dafür steht die 2009 gegründete Nachhaltigkeitsinitiative Futouris e.V. Gemeinsam entwickeln die bei Futouris engagierten Unternehmen Modellprojekte und Innovationen, die für mehr Verantwortung und Nachhaltigkeit im Tourismus stehen. Mitglieder des 2009 gegründeten gemeinnützigen Vereins sind Mittelständler und Marktführer, nationale wie internationale Unternehmen – was sie vereint, ist ein gemeinsamer Spirit. Sie wirken nicht nur vor Ort in den Destinationen, sondern setzen die Ergebnisse auch im eigenen Unternehmen in die Praxis um. Um die höchsten Standards bei der Qualifizierung der weltweit aufgestellten Projekte zu gewährleisten, wird Futouris von einem international besetzten Wissenschaftsbeirat unterstützt, der beratend bei der Projektentwicklung mitwirkt und die Projekte akkreditiert. Der Deutsche ReiseVerband (DRV) sowie der Österreichische Reiseverband (ÖRV) unterstützen die Ziele von Futouris und engagieren sich aktiv im Rahmen einer Schirmherrschaft.

Mitglieder des Vereins sind aktuell Aida Cruises, dk-ferien, DER Touristik, Gebeco, Green Pearls Hotels, die Inselgemeinde Juist, Lufthansa City Center, Neckermann Reisen, Neckermann Reisen Österreich, Öger Tours, QTA, topbonus und Thomas Cook Reisen sowie TUI Cruises, TUI Deutschland und TUI Österreich. Zudem engagieren sich zurzeit sechs Einzelreisebüros bei Futouris.
Weitere Informationen unter Opens external link in new windowwww.futouris.org.