Schub für mobiles Bezahlen in der Touristik

Assoziierte DRV-Mitglieder blicken auf den digitalen Zahlungsverkehr: Möglichkeiten der neuen Payment-Welt

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Wie sieht der Zahlungsverkehr der Zukunft aus? Über welche Kanäle werden Kunden ihre Reiseausgaben bezahlen – etwa mit Bezahl-Apps – und wie werden Zahlungen innerhalb der Reisebranche zwischen Leistungsträgern und Veranstaltern oder anderen Dienstleistern künftig abgewickelt? Wie verändert Blockchain die Geschäftsprozesse in der Touristik? Mit diesen Zukunftsthemen beschäftigte sich die jüngste Bereichsversammlung der assoziierten Mitglieder (Säule E) im Deutschen Reiseverband (DRV), die am 11. September in Berlin unter der Leitung von DRV-Vizepräsidentin Susanne D. Schick stattfand. Das Fokusthema „Von Mobile Payment und Digital Invoicing bis hin zu Blockchain“ nahm dabei den Trend auf, dass immer mehr bargeld- oder kartenlose Payment-Lösungen auf den Markt drängen. Gleichzeitig kommt dem Thema Bezahlprozesse und Zahlungsverkehr – nicht nur für das Incoming-Geschäft, sondern auch für das weltweite Reisen – eine immer größere Bedeutung zu. China etwa gehört inzwischen zu den Nationen mit dem geringsten Bargeldanteil bei Bezahlvorgängen. Noch wird der Großteil der weltweiten Zahlungen mit Bargeld oder Kreditkarte beglichen. Doch Innovationen wie Zahlen per Smartphone von unterwegs dürften das mittelfristig ändern, sind sich Experten einig. Es wird erwartet, dass in den kommenden fünf bis zehn Jahren die gesamte Zahlungsinfrastruktur etwa im Einzelhandel durch digitale Technologie abgelöst wird.

Worauf sich die Touristik dabei einstellen muss – das gab es für DRV-Mitglieder während der Bereichsversammlung aus den verschiedenen Vorträgen zu erfahren. Unter anderem von Alibaba Cloud Germany und i2imedia aus Shanghai mit dem Blick auf die Entwicklung in China. Aus den dortigen Entwicklungen und Erfahrungen lassen sich für viele der im DRV engagierten Mitglieder – etwa die heimischen Tourismusorganisationen – wichtige Erkenntnisse für das Incoming-Geschäft ableiten. So wird es für die touristischen Anbieter zunehmend wichtig, solche Bezahlmethoden nicht nur für ausländische Besucher anzubieten.

Eines der wichtigsten Ergebnisse aus den Präsentationen und Diskussionen: „Wer in China erfolgreich sein will, muss auf dem Smartphone präsent sein. Webseiten haben dort mittlerweile eine geringe Bedeutung und die Nutzer stellen hohe Anforderungen an kurze Ladezeiten. Auf der anderen Seite: Chinesische Reisende nehmen ihren digitalen Lifestyle auch mit ins Ausland und erwarten, dass ihre Zahlungsmittel überall akzeptiert werden. Dies gilt insbesondere für die Urlauber, die nicht mehr nur in der Gruppe reisen, sondern die Ziele individuell und authentisch erkunden möchten. Das sind wichtige Erkenntnisse für die Touristik-Anbieter in Deutschland“, resümiert DRV-Vizepräsidentin Susanne D. Schick.

Peakwork legte in der Präsentation auf der DRV-Bereichsversammlung den Fokus auf die Veränderungen durch die Blockchain-Technologie. Sie habe das Potenzial, komplette Geschäftsprozesse auch in der Touristik grundsätzlich zu verändern. Die Blockchain-Technologie würde viele Chancen auch für die Touristik eröffnen. Zurzeit beschäftigten sich verschiedene Firmen in der Tourismusbranche mit Blockchain (Test-)Projekten wie Echtzeittracking von Gepäck, Verbesserung und Automatisierung von Bezahlprozessen, Hotel Inventory, Optimierung der Loyalty-Programme, Vereinfachung des Vertragswesens.

Die Reisebranche wird beim Thema digitale Zahlungen auch besonders bei der Umsetzung der überarbeiteten EU-Zahlungsdiensterichtlinie 2 (PSD2) betroffen sein. Hierzu hat der DRV bereits vor einiger Zeit eine Arbeitsgruppe initiiert, die sich mit den Herausforderungen bei der Umsetzung beschäftigt. Das deutsche Umsetzungsgesetz wurde im Januar 2018 verabschiedet, die neuen Regelungen treten in Deutschland ab dem 14. September 2019 in Kraft. Auch bei diesem Thema sensibilisiert der Branchenverband seine Mitglieder rechtzeitig und regt damit für alle Unternehmen aus der Reisebranche an, sich mit diesen Anforderungen auseinanderzusetzen und rechtzeitig nach Lösungen zu suchen.

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