DIE REISEWIRTSCHAFT - Alle Ziele. Eine Stimme.
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Aktueller Informationsbrief zu Themen der Reisewirtschaft erschienen

Overtourism, Steuerpolitik im Tourismus, Klimaschutz, Sammelklagen und ein Blick nach Tunesien sind die Themen in der jetzt erschienen Winterausgabe der DRV-Politikthemen.

Steigende Touristenzahlen – Wachstum besser gestalten
Das Stichwort „Overtourism“ ist in aller Munde. Eine zunehmende Anzahl Besucher aus aller Welt belastet Touristenzentren zum Teil über Gebühr. Hierzu Norbert Fiebig, Präsident des DRV: „Es ist notwendig, das Wachstum besser zu steuern, um das Wohlwollen der Wohnbevölkerung zu sichern und einen Ausgleich zwischen den wirtschaftlichen Interessen einerseits und dem Attraktivitätsverlust durch zu viele Gäste andererseits zu schaffen.“ Hier sieht der DRV auch die deutsche Reisebranche in der Verantwortung.

Steuerpolitik – faire Behandlung gefordert
„Wir wollen keine Subventionen und auch keine Sonderregelung“, erklärt Fiebig. „Eine faire Steuer- und Abgabenpolitik ist für die Reisewirtschaft jedoch zwingend erforderlich“, so der DRV-Präsident weiter. Demnach gehöre die Luftverkehrsteuer ebenso abgeschafft wie die Luftsicherheitsgebühr und die Urlaubssteuer, also die gewerbesteuerliche Hinzurechnung von Hotelleistungen. Diese verzerrt den Wettbewerb, ist weltweit einzigartig und gefährdet in Deutschland akut tausende Arbeitsplätze.

Klimaschutz – Verantwortung anerkennen
In einem Gastbeitrag nimmt Prof. Dr. Harald Zeiss, Vorsitzender des DRV-Ausschuss Nachhaltigkeit und Professor für Tourismusmanagement an der Hochschule Harz, Stellung zum Thema Klimaschutz. Sein Fazit: „Mobilität und Reisen sind Grundbedürfnisse des Menschen. Der Austausch über Grenzen und Kulturen hinweg trägt wesentlich zur Völkerverständigung bei. Industrie und Politik müssen gemeinsam daran arbeiten, dass klimaverträglicher Tourismus möglich wird.“

Sammelklagen – im deutschen Rechtssystem überflüssig
„Die Reisebranche nimmt den Verbraucherschutz sehr ernst und schon heute profitieren deutsche Reisende von einem umfangreichen Schutz“, erläutert DRV-Präsident Fiebig. Vor diesem Hintergrund sieht der DRV Sammelklagen als nicht notwendiges Instrument – zumal sie mitunter zu vorsätzlichem Missbrauch einladen.

Blick nach: Tunesien
Tunesien sieht nach den Einbrüchen der Gästezahlen der Vorjahre eine signifikante Erholung. Ein sehr gutes Zeichen, denn gerade den nordafrikanischen Ländern kommt unter sicherheits- und entwicklungspolitischen Aspekten eine besondere Bedeutung zu. So arbeiten die Bundesregierung, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die deutsche Tourismuswirtschaft gemeinsam daran, dass die Touristenzahlen von Deutschland in Richtung Tunesien weiterhin steigen. „Damit kann die Basis geschaffen werden, um den Menschen vor Ort eine positive wirtschaftliche Perspektive zu geben“, so Norbert Fiebig.

Über die DRV-Politikthemen
Der Informationsbrief des DRV mit den Themen der Reisewirtschaft erscheint regelmäßig digital und in Papierform. Die DRV-Politikthemen stellen die Verbandspositionen dar und formulieren Forderungen an die Politik. Alle Ausgaben der DRV-Politikthemen sind unter www.drv.de/pressecenter/drv-politikthemen zu finden.