GfK-Auswertung für den DRV mit Buchungsstand bis Ende Januar

Die Trends für den Sommerurlaub 2017 hat DRV-Präsident Norbert Fiebig auf der ITB zusammengefasst: "Derzeit werden kräftig Urlaubspläne geschmiedet. Die ersten Wochen und Monate des neuen Jahres sind traditionell die Hauptbuchungszeit für den Sommerurlaub. Wir können jetzt schon sehen: Viele Deutsche haben ihren Haupturlaub noch früher gebucht als sonst – zum Teil schon im November und Dezember vergangenen Jahres. Für den Sommerurlaub stehen traditionell die Mittelmeerländer im Fokus des Kundeninteresses.

Bislang buchen die Deutschen vermehrt Griechenland, Bulgarien und Kroatien. Auch Kreuzfahrten sind bei deutschen Urlaubern immer beliebter. Städtereisen verlieren dagegen aufgrund der jüngsten Ereignisse und Anschläge an Attraktivität. Für die Türkei zeichnet sich noch kein Aufschwung ab. Das zeigen in Kurzform die Auswertungen der GfK-Marktforscher zum Reiseverhalten der Deutschen.

Die Detailauswertung: Griechenland steigt mit den derzeitigen Zuwachsraten von fast 70 Prozent nach den Balearen zum zweitstärksten Urlaubsziel im deutschen Markt auf. Im Mittelmeerraum sind zudem Urlaube in Bulgarien mit plus 33 Prozent und Kroatien mit plus 36 Prozent derzeit stark nachgefragt, ebenso steigt die Nachfrage für Zypern und Marokko deutlich an. Bei den beiden letztgenannten Ländern hat sich der Umsatz mit Buchungen im stationären Reisebüro mit Buchungsstand Ende Januar für den Sommer fast verdoppelt. Positiv auch die Entwicklung für Ägypten: Hier ziehen die Buchungen nach einem schwächere Vorjahr mit plus 91 Prozent Umsatzzuwachs wieder sichtlich an, haben alte Bestmarken aber noch nicht erreicht. Einer der großen Wachstumstreiber bleiben dagegen die Kreuzfahrten mit einem gut zweistelligen Umsatzzuwachs im Reisebüro.

Fernreisen entwickeln sich stabil bis leicht wachsend. Das beliebteste Fernreiseziel der Deutschen, die USA, musste im Gesamtjahr 2016 aufgrund der Verteuerung der Reisen durch den starken Dollar einen leichten Rückgang hinnehmen. Diese Tendenz setzt sich auch in den ersten Wochen des Jahres 2017 fort.
Insgesamt war die Entwicklung im Januar 2017 für die USA aber uneinheitlich - es gab Wochen mit Zuwächsen und solche mit Rückgängen. Es gibt Umfragen, die belegen, dass viele Deutsche derzeit weniger Lust auf die USA als Fernreiseziel haben. Knapp die Hälfte sagt, dass sie skeptisch gegenüber einer Reise in die USA eingestellt sind. Es bleibt aber abzuwarten, ob sich diese Stimmungen tatsächlich in den nächsten Monaten auf die Buchungen durchschlagen. Von einem „Trump-Effekt“ würde ich noch nicht sprechen."