DIE REISEWIRTSCHAFT - Alle Ziele. Eine Stimme.
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Auslandsreisegeschäft berücksichtigen

Die Deutschen reisen gern und viel. 72 Prozent ihrer Reisen gehen ins Ausland. Nur 28 Prozent bleiben im eigenen Land. Das Auslandsreisegeschäft sichert und schafft Arbeitsplätze und sorgt für umfangreiche Investitionen – auch in Deutschland.

Die Tourismusstrategie der Bundesregierung sollte international aufgestellt sein und den Outgoing-Tourismus entsprechend berücksichtigen.

 

Offene Grenzen erhalten

Freizügigkeit und Reisefreiheit innerhalb der EU sind die Kerngedanken der europäischen Integration. Es gilt sie unbedingt zu erhalten: Das Schengener Abkommen darf nicht zur Disposition gestellt werden.

Tourismus als Stabilisator nutzen

Der Tourismus gehört zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren in Schwellen- und Entwicklungsländern. Öffentliches und privates Engagement sollte weiter vorangetrieben und die Attraktivität der bereits vorhandenen Infrastruktur weiter verbessert werden.

Faire steuerliche Rahmenbedingungen

Es drohen Einbußen, Geschäftsaufgaben und Arbeitsplatzverluste, weil die Finanzbehörden den Einkauf von Hotelzimmerkontingenten der Gewerbesteuer unterwerfen. Bei dieser gewerbesteuerlichen Hinzurechnung handelt es sich faktisch um eine Urlaubssteuer. Diese muss abgeschafft werden.

Praxistauglichkeit des neuen Reiserechts sicherstellen

Die EU-Pauschalreiserichtlinie wurde in deutsches Recht umgesetzt. Im Rahmen des vorgesehenen Evaluationsprozesses sollte die Bundesregierung frühzeitig die Rückkoppelung mit dem europäischen Gesetzgeber suchen.

Augenmaß beim Verbraucherschutz

Reisende sind bereits jetzt sehr gut geschützt, insbesondere durch das Reiserecht. Es gibt seit langem die Möglichkeit, dass mehrere Personen ihre Klagen verbinden und  gemeinsam ihr Recht durchsetzen. Sammelklagen, bei der die Kläger nicht selbst am Prozess teilnehmen und ihre Schadensersatzansprüche nicht individuell geprüft werden, sind daher unnötig.

Flexible Sonn- und Feiertagsregelungen für Call Center

Reisende erwarten zurecht, dass sie ihren Urlaub auch abends und am Wochenende buchen können. Geschäftsreisende sind darauf angewiesen, kurzfristig umbuchen zu können. Dafür brauchen Reiseunternehmen Call Center, die auch sonn- und feiertags arbeiten dürfen.

Berufliche Perspektiven im Tourismus aufzeigen

Die Zukunftsperspektiven für junge Nachwuchskräfte im Tourismus sind hervorragend. Die Potentiale der Ausbildung im Tourismus müssen stärker Eingang in die Berufsberatung finden. Es bedarf verstärkter öffentlicher Maßnahmen, z.B. im Rahmen der schulischen Berufsberatung oder der Vermittlung von Praktika und Praxiskontakten, und stärkerer finanzieller Anreize für die Förderung von Hochschulstudiengängen mit Tourismusschwerpunkt (insbesondere Dualer Studiengänge) an öffentlichen und privaten Hochschulen.

Preisteile digitalisieren

Immer noch sieht der Gesetzgeber gedruckte Preisteile in Reisekatalogen obligatorisch vor. Dies ist weder aus ökonomischer, noch aus ökologischer Perspektive sinnvoll. Die Politik sollte den Weg frei machen für digitale Alternativen, die den Kunden aktuell und transparent informieren.

Exkursionen und Klassenfahrten professionalisieren

Wir benötigen Standards für Jugend- und Schulreisen, damit nicht nur pädagogischer Mehrwert, sondern auch die Absicherung im Krisenfall gewährleistet ist. Idealerweise sollten Träger solcher Reisen künftig bei der Organisation von Exkursionen und Klassenfahrten auf die Unterstützung von professionellen Anbietern aus dem Reiseveranstaltungs- und Reisevertriebsbereich zurückgreifen. Diese verfügen über das notwendige Know-how und die Erfahrung, um Jugendreisen oder Klassenfahrten so zu planen und zu gestalten, dass die Reise für Kinder und Jugendliche zu einem unvergesslichen und sicheren Erlebnis wird.

Ihr Ansprechpartner

Volker Adams
Leiter Politik
T +4930 2840645
adams​[at]​drv.de

Ihre Ansprechpartnerin

Alexandra Wolframm
Europabeauftragte
T +4930 2840646
wolframm​[at]​drv.de