DIE REISEWIRTSCHAFT - Alle Ziele. Eine Stimme.
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DRV sprach mit Bundesjustizminister Maas über Pauschalreiserichtlinie

Der Deutsche ReiseVerband (DRV) hat sich am Mittwoch, 14. September 2016, in einem Gespräch mit Bundesjustizminister Heiko Maas und dessen Staatssekretär Gerd Billen in Berlin nachdrücklich für weitere Verbesserungen an dem Referentenentwurf zur Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie in nationales Recht ausgesprochen. DRV-Präsident Norbert Fiebig, DRV-Finanzvorstand Axel Duhr und DRV-Hauptgeschäftsführer Dirk Inger warben gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Dagmar Freitag dafür, die Interessen von mittelständischen Reisebüros stärker zu berücksichtigen.

"Wir brauchen für unsere Reisebüros Lösungen, die praxistauglich sind und die Kunden nicht vergraulen“, so DRV-Präsident Fiebig. „Eine Beratung über verschiedene Reisemöglichkeiten, über Pauschalreiseangebote und individuell zusammengestellte verfügbare Reisebausteine muss vor der eigentlichen Buchung weiter möglich sein, ohne dass aus dieser Erstberatung gleich eine verbundene Reiseleistung mit allen Veranstalterhaftungspflichten wird.“

Finanzvorstand Duhr - selbst Inhaber eines Reisebüros - schilderte dem Minister die praktischen Folgen, die sich aus dem derzeitigen Gesetzentwurf ergeben. Neben einem Übermaß an Bürokratie machte Duhr darauf aufmerksam, dass die Beratungsqualität, mit der das Reisebüro auf individuelle Kundenwünsche eingeht, erheblich leiden würde: „Das trifft die vielen tausend mittelständischen Reisebüros in Deutschland wirtschaftlich extrem hart.“

Die Bundestagsabgeordnete Freitag unterstützte die Position des DRV. Minister Maas und Staatssekretär Billen nahmen die DRV-Argumente sehr ernst. „Wir haben den Eindruck gewonnen, dass der Bundesjustizminister die negativen Auswirkungen auf die Reisebüros in der Praxis verstanden hat und konstruktive Verbesserungen erreichen möchte“, so Hauptgeschäftsführer Inger. DRV-Präsident Fiebig warb ferner für praxistaugliche Lösungen bei Zahlung und Rechnungsstellung sowie für eine „Beibehaltung des Sicherungsscheins, der sich als anerkanntes Qualitätssiegel bei den Kunden etabliert und bewährt habe“.