DIE REISEWIRTSCHAFT - Alle Ziele. Eine Stimme.
DIE REISEWIRTSCHAFT - Alle Ziele. Eine Stimme.

Antworten werden Ende August erwartet

Der Deutsche ReiseVerband (DRV) hat eine Branchenagenda zur Bundestagswahl 2017 mit sieben klaren Forderungen aufgestellt. Diese Agenda basiert auf einer umfangreichen Mitgliederbefragung, die der Verband im Mai durchgeführt hat. Der Forderungskatalog wurde nun gemeinsam mit so genannten Wahlprüfsteinen an die Parteien verschickt und um Antwort bis zum 22. August 2017 gebeten. Sinn und Zweck der Wahlprüfsteine erklärt DRV-Präsident Norbert Fiebig: „Als führender Fachverband wollen wir in Erfahrung bringen, wie sich die Politik zu den aktuellen und wichtigen Themen unserer Branche verhält. Wir werden die Antworten auswerten und so unseren Mitgliedern für die bevorstehende Wahl eine Orientierungshilfe auf den Weg geben.“

Brennende Themen der Branche
Ganz oben auf der DRV-Agenda steht die Forderung nach besseren Rahmenbedingungen für die Reisebranche. Denn: Praxisferne und bürokratische Vorgaben sind nachweislich der größte Hemmschuh für die erfolgreiche Entwicklung der Tourismuswirtschaft. 74 Prozent der im DRV organisierten Reiseveranstalter und Reisebüros nannten den Abbau bürokratischer Lasten als die wesentliche Maßnahme, mit der die Politik am einfachsten bessere Rahmenbedingungen für die Touristik schaffen könnte.  Der erste als Wahlprüfstein formulierte Frage an die Parteien lautet daher: „Welchen Wert misst Ihre Partei der Reisebranche zu und wie wollen Sie sicherstellen, dass dieser für Deutschland wichtige Wirtschaftszweig auch künftig ein ökonomischer Wachstumstreiber bleibt und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beiträgt?“

Eine weitere Frage an die Parteien zielt auf die Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie in deutsches Recht: „Wie wird sich Ihre Partei verhalten, wenn es im Zuge der Implementierung des neuen Reiserechts zu gravierenden Folgeproblemen für Reisevertrieb und Reiseveranstalter kommen sollte? Werden Sie die Branche dabei unterstützen, sofern dies erforderlich wird, die rechtlichen Rahmenbedingungen praxistauglich zu gestalten?“ Zudem ist die gewerbesteuerliche Hinzurechnung von Übernachtungsleistungen wichtiges Thema. Der DRV will von den Parteien wissen, wie sich diese diesbezüglich positionieren: „Werden Sie sich dafür einsetzen, dass Reiseveranstalter von dieser unsachgerechten und existenzbedrohenden Belastung befreit werden?“ Weitere Wahlprüfsteine zielen auf den geplanten Umgang mit der Schwarztouristik, die Sonn- und Feiertagsarbeit in Call Centern, Maßnahmen zur politischen und wirtschaftlichen Stabilisierung von Destinationen und die Nachwuchs- und Fachkräftesicherung in der Branche. Eine komplette Übersicht über die Kernforderungen des DRV sowie die damit verbundenen Wahlprüfsteine an die Parteien können Sie hier abrufen.