DIE REISEWIRTSCHAFT - Alle Ziele. Eine Stimme.
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Auf die zu Beginn des neuen Jahres in Kraft tretenden neuen Rechts- und Steuerregelungen weist die Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin hin. Eine der wichtigsten Änderungen für Arbeitgeber betrifft die bisherige Lohnsteuerkarte aus Papier. Ab...

Auf die zu Beginn des neuen Jahres in Kraft tretenden neuen Rechts- und Steuerregelungen weist die Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin hin. Eine der wichtigsten Änderungen für Arbeitgeber betrifft die bisherige Lohnsteuerkarte aus Papier. Ab 2012 wird das Verfahren der sogenannten elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) die bisherige Lohnsteuerkarte ersetzen. Deshalb gibt es ab dem neuen Jahr keine Lohnsteuerkarten mehr aus Papier. Die Lohnsteuerkarten 2010 gelten im Übergangsjahr einfach weiter.

Auch für das häusliche Arbeitszimmer gibt es eine neue Regelung, die sogar rückwirkend ab 2007 gilt. Unternehmer wie auch Arbeitnehmer können das häusliche Arbeitszimmer wieder mit jährlich 1.250 Euro als Betriebsausgabe/Werbungskosten absetzen, wenn kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht.

Ab 1. Januar 2011 tritt die neue Luftverkehrssteuer auf gewerbliche Passagierflüge in Kraft. Sie gilt für Inlands- und für Auslandsflüge, wenn das Flugzeug von einem deutschen Flughafen abhebt. Der Steuersatz ist dabei gestaffelt und reicht von acht Euro für Inlandsflüge bis zu 45 Euro für interkontinentale Flüge. Der Luftfrachtverkehr bleibt auch im nächsten Jahr steuerfrei.

Änderungen gibt es auch bei der Umsatzsteuer. So wird u.a. das sogenannte Seeling-Modell abgeschafft. Umsatzsteuerpflichtige Unternehmer, die Eigentümer einer betrieblich und privat genutzten Immobilie sind, können den Vorsteuerabzug ab 2011 nur noch für den unternehmerisch genutzten Teil des Gebäudes geltend machen. Bisher war dies für die gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten möglich.

Zudem ändert sich die Ökosteuer für energieintensive Unternehmen: Der ermäßigte Steuersatz für die Strom und Energiesteuer steigt von jetzt 60 auf 75 Prozent des allgemeinen Steuersatzes. Bis zu einem Sockelbetrag von jetzt 1.000 Euro (bisherige Regelung: 512 Euro) müssen die Unternehmen den vollen Steuersatz zahlen. Daneben sinkt der Spitzenausgleich für besonders energieintensiv produzierende Unternehmen von jetzt 95 auf 90 Prozent.

Ab dem Jahreswechsel 2010 / 2011 sind zudem Exporteure und Importeure verpflichtet, Ausfuhr- und Einfuhrsendungen elektronisch vorab beim Zoll anzumelden. Die dabei zu beachtenden Fristen und Vorschriften variieren in Abhängigkeit von Warenart, gewählter Beförderung und Status des Wirtschaftsbeteiligten.

Die wichtigsten Steuer- und Rechtsänderungen auf einen Blick finden Sie im Internet unter Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.ihk-berlin.de, Dok-Nr. 78400.