DIE REISEWIRTSCHAFT - Alle Ziele. Eine Stimme.
DIE REISEWIRTSCHAFT - Alle Ziele. Eine Stimme.

DRV-Expertenkreis widmet sich Monitoring und Hilfestellung

Die Digitalisierung prägt die Welt nicht nur im privaten Leben zunehmend. Die damit einhergehenden Veränderungen wirken sich vor allem auch auf die Wirtschaft und das Arbeitsleben aus. „Das bietet vielfältige Chancen für den Vertrieb von Reisen, stellt uns aber auch vor neue Herausforderungen, auf die wir gemeinsam Antworten finden müssen“, sind sich Andreas Heimann und Ralf Hieke, Vizepräsidenten der konzerngebundenen und mittelständischen Reisebüros im Deutschen ReiseVerband (DRV) einig. Aufgrund der wachsenden Bedeutung der Digitalisierung und den vielfältigen Veränderungen beim Vertrieb von Reisen hat sich der Expertenkreis Reisevertrieb im DRV das Thema „Digitaler Wandel“ daher als ein Kernthema auf seine Fahnen geschrieben.

„Unsere Aufgabe ist es, den durch die Digitalisierung geprägten Veränderungsprozess zu begleiten und unser alltägliches Geschäft entsprechend anzupassen“, erläutert Heimann eine Zielsetzung des Expertenkreises Reisevertrieb auf der jüngsten Sitzung. „Der DRV bietet hierfür die optimale Plattform sich gemeinsam auszutauschen, Probleme zu benennen und Handlungsempfehlungen sowie Forderungen an unsere Partner zu formulieren“, so Hieke. „Zwar werden Marktveränderungen im Reisevertrieb wahrgenommen, aber oftmals gelingt es im Berufsalltag nicht, diese auszuwerten und für das eigene Unternehmen entsprechend umzusetzen“, betonen die beiden Vizepräsidenten. Das Thema „Digitaler Wandel“ war daher bereits beim diesjährigen DRV-Reisebürotag ein Schwerpunktthema, das auch auf der 64. DRV-Jahrestagung in Abu Dhabi im Fokus stehen wird.

„Bei den vielfältigen Möglichkeiten, die das Thema Digitalisierung bietet, ist jedoch eines klar: Die Technik kann den Menschen nicht ersetzen“, macht Hieke deutlich. Die individuelle Beratung der Fachverkäufer im Reisebüro lasse sich, so Hieke, beispielsweise durch digitale Medien unterstützen, der Mehrwert des persönlichen Austauschs und der individuellen Beratung sei jedoch unersetzlich. Daher gelte es, ergänzt Heimann, die Möglichkeiten der Digitalisierung so zu nutzen, dass die Reiseverkäufer bei ihren Beratung- und Verkaufsgesprächen davon optimal profitieren.

Um den Vertrieb bestmöglich zu unterstützen, fordern die beiden DRV-Vizepräsidenten von der Branche erneut:

  1. Die schnellere Einführung des DRV-Datenstandard bei Reiseveranstaltern und Reisevertriebssystemen: Mit dessen Hilfe kann die Abfrage nach passenden Reiseprodukten im Vertrieb noch gezielter an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtet werden. Zudem werden ausschließlich verfügbarkeitsgeprüfte Reiseangebote im DRV-Datenstandard abgebildet, was die Arbeit der Reiseverkäufer erheblich erleichtert.
  2. Alle buchungsrelevanten Daten – wie etwa Gepäckregelungen bei Fluggesellschaften – sowie Preise von Reiseangeboten müssen in den GDSs transparent abgebildet und dem Vertrieb zeitgleich zu anderen Kanälen zur Verfügung gestellt werden: Für eine fundierte und umfassende Beratung im Reisevertrieb ist die Bereitstellung aller verfügbarer Informationen unerlässlich.

Der stationäre Reisevertrieb als individueller und kompetenter Partner der Reisebranche ist – so das oft betonte Bekenntnis viele Reiseveranstalter und Leistungsanbieter – der zentrale und umsatzstärkste Vertriebskanal. „Damit das so bleibt und wir alle auch in Zukunft davon profitieren, müssen unsere Forderungen nach Transparenz und Full Content entsprechend umgehend umgesetzt werden“, fordern Heimann und Hieke.