DIE REISEWIRTSCHAFT - Alle Ziele. Eine Stimme.
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Chancengleichheit im Firmengeschäft

Der Deutsche ReiseVerband (DRV) war erneut erfolgreich: Auf Drängen des führenden Branchenverbands differenziert die Deutsche Bahn im „personenbedienten Fahrscheinverkauf“ bei Firmenkunden künftig nicht mehr nach eigenen oder fremden Vertriebskanälen. Zum 1. April 2011 führt die Bahn auch im DB-eigenen Firmendienst Serviceentgelte für die Ausstellung von Bahnfahrkarten für ihre Firmenkunden ein. Damit kommt die Deutsche Bahn der langjährigen Forderung des DRV entgegen, nicht zwischen eigenen und fremden Vertriebskanälen zu unterscheiden. Zum 1. Januar dieses Jahres hat das Unternehmen das Vergütungsmodell für Reisebüros dahingehend geändert, dass keine Provision mehr für den Fahrscheinen-Verkauf an Firmenkunden mit Großkundenrabatt gezahlt wird. Die Geschäftsreisebüros sind daher aus wirtschaftlichen Erwägungen gezwungen, seit 1. Januar 2011 bei der Ausstellung von Fahrkarten für Großkunden Serviceentgelte zu erheben.

Der Bahn-Ausschuss des DRV hatte sich mehrfach dafür eingesetzt, dass es zu keiner weiteren Differenzierung zwischen Reisebüro und DB-Reisezentrum kommt. „Dies ist der richtige Schritt in Richtung Gleichbehandlung der Vertriebswege“, begrüßt der Vorsitzende des DRV-Ausschusses Bahn, Hans Doldi, die Entscheidung der Deutschen Bahn. „Reisebüros werden nun nicht mehr gegenüber dem personenbedienten DB-Eigenvertrieb benachteiligt. Und für die Firmenkunden besteht somit kein finanzieller Nachteil, Bahnreisen im Reisebüro zu buchen.“