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Urteil zum Einwilligungserfordernis bei Bildveröffentlichungen

Der Kläger war bei der Beklagten als Monteur beschäftigt. Im Herbst 2008 erklärte er auf einer Unterschriftenliste seine Einwilligung, dass die Beklagte von ihm als Teil der Belegschaft Filmaufnahmen macht und diese für ihre Öffentlichkeitsarbeit verwendet und ausstrahlt. Die Beklagte ließ einen Werbefilm herstellen, in dem der Kläger erkennbar abgebildet wird. Das Video konnte auf der Homepage der Beklagten eingesehen werden. Das Arbeitsverhältnis zwischen den Parteien endete im September 2011. Danach erklärte der Kläger den Widerruf seiner „möglicherweise“ erteilten Einwilligung und forderte die Beklagte auf, das Video aus dem Netz zu nehmen. Dem folgte die Beklagte unter Vorbehalt. Der Kläger verlangt die Unterlassung weiterer Veröffentlichung. Zu Unrecht, wie das Bundesarbeitsgericht mit Urteil vom 19. Februar 2015 entschieden hat.