DIE REISEWIRTSCHAFT - Alle Ziele. Eine Stimme.
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Erfolgreiche Intervention des DRV

Dank der Intervention der DRV-Flugausschüsse konnte das am 26. Juli 2016 angekündigte Vorhaben der Lufthansa-Tochter Eurowings, bei fehlenden Passagierdaten ein Entgelt zu erheben, verhindert werden. Eurowings hatte den Geschäftspartner mitgeteilt, dass für USA- und Karibik-Flüge (bei Ein- und Ausreise sowie Zwischenlandung in den USA bzw. Überflug über die USA), im Falle einer verspäteten Übermittlung spezieller Passagierdaten (Secure Flight Passenger- sowie Advance Passenger Information System-Daten), vom Fluggast vor Ort ein Entgelt von 5,00 Euro zu entrichten ist.

Das Vorhaben basiert auf den Richtlinien der Transportation Security Administration (TSA) zur Sicherheitsüberprüfung der Fluggäste in den USA. Die Fluggesellschaften sind diesbezüglich verpflichtet, drei Tage vor Abflug die geforderten Secure Flight Passenger Data (Anrede/Geschlecht, Vorname, Nachname, Geburtsdatum) verschlüsselt zur Überprüfung an die TSA zu übermitteln. Laut Eurowings führten fehlende bzw. nicht hinterlegte Angaben der Fluggäste dazu, dass die Fluggesellschaft von der TSA Strafzahlungen sowie die Anweisung erhalten hatte, die Datenqualität der übermittelten Passagierdaten umgehend zu verbessern, um keine weiteren Strafen zu erhalten.

Dementsprechend sollten diese Strafzahlungen auf den Fluggast umgelegt werden und Eurowings forderte die Agenturen auf, dafür Sorge zu tragen, dass der Fluggesellschaft bzw. der TSA diese speziellen Passagierdaten bis spätestens 72 Stunden vor Abflug vorliegen, ansonsten hat der jeweilige Fluggast beim Check-In ein Entgelt von 5,00 Euro zu zahlen.

Anhand der bestehenden Rechtsgrundlagen und nach intensiven Gesprächen mit den Verantwortlichen seitens Eurowings, wird es in diesem Fall zunächst kein Strafentgelt für den Fluggast geben.

Der DRV appeliert trotzdem an seine Mitglieder, die Fluggesellschaften bestmöglich zu unterstützen, indem die Information an alle relevanten Stellen sowie den Kunden zeitnah weitergeleitet werden. Es sollte sichergestellt werden, dass neben den benötigten Fluggastinformationen auch die Geburtsdaten auf der PNL-Meldung für die notwendigen Flugsegmente übermittelt werden.