DIE REISEWIRTSCHAFT - Alle Ziele. Eine Stimme.
DIE REISEWIRTSCHAFT - Alle Ziele. Eine Stimme.

DRV begrüßt Entscheidung der Kultusministerkonferenz

„Das ist ein gutes Zeichen für die Tourismusbranche“, lobt Jürgen Büchy, Präsident des Deutschen ReiseVerbandes (DRV) die Entscheidung der Kultusministerkonferenz für eine Ausweitung des Sommerferienkorridors ab 2018. Am 12. Juni 2014 haben die Kultusminister der Länder über die Ferientermine in Deutschland in den Jahren 2018 bis 2024 entschieden.

„Nachdem in diesem Jahr der Sommerferienkorridor nur 73 Tage beträgt, begrüßen wir es, dass dieser im Jahr 2018 wieder auf 80 Tage erweitert wird“, so Büchy. Für die Jahre 2018 bis 2024, so die Regelung, wird der Sommerferienkorridor, d.h. der Zeitraum vom ersten bis zum letzten Sommerferientag in Deutschland, im Durchschnitt 84,6 Tage betragen. Die genaue Aufteilung der Ferientermine in den einzelnen Bundesländer für die Jahre 2018 bis 2024 ist auf der Website der Kultusministerkonferenz zu finden unter: Opens external link in new windowwww.kmk.org/fileadmin/pdf/PresseUndAktuelles/2014/2014-06-12_UEbersicht_Sommerferienregelung.pdf

Der Deutsche ReiseVerband (DRV) weist schon seit Jahren auf die Probleme hin, die ein zu eng bemessener Ferienkorridor verursacht. Der Branchenverband der Touristik fordert daher, den Sommerferienkorridor deutschlandweit auf 92 Tage, vom 15. Juni bis zum 15. September, auszudehnen, damit es weniger Überschneidungen bei den Ferienzeiten der einzelnen Bundesländer gibt. Die Vorteile liegen auf der Hand:

Weniger Staus: Mobilitätsströme auf Autobahnen werden entzerrt – der Erholungswert steigt für Urlaubsreisende vom ersten Tag an,
Niedrigere Übernachtungspreise: Je breiter der Ferienkorridor, desto besser verteilt sich die Nachfrage der Reisenden und die Hotels sind auch im Juni besser ausgelastet,
Mehr Umsatzerlöse: Mit jedem zusätzlichen Ferientag gehen rund eine Million Übernachtungen und Umsätze von rund 100 Millionen Euro für das Hotel- und Gastgewerbe einher – ein kräftiger Impuls für den Arbeitsmarkt.

Der Hintergrund: Die Kultusminister von Kiel bis München stimmen gemeinsam darüber ab, wann in welchem Bundesland die Sommerferien beginnen. Sie hatten sich mit der Koordination der Ferientermine der vergangenen Jahre und bis 2017 aber kein Ruhmesblatt ausgestellt: Die Zeiträume zwischen dem frühesten Ferienbeginn und dem spätesten Ferienende sind zu eng bemessen. Seit Jahren fordern Bundespolitiker aller Fraktionen sowie die deutsche Tourismusindustrie eine Ausdehnung des Ferienkorridors auf rund 90 bzw. 92 Tage. Im Jahr 2013 betrug der Sommerferienkorridor gerade einmal 71 Tage und 2014 nur geringfügig mehr, nämlich 73 Tage. Grund hierfür: Bayern und Baden-Württemberg pochen seit Jahren auf einen Ferienbeginn Ende Juli/Anfang August in ihren Ländern. Diese Blockadehaltung verhindert bislang das sogenannte rollierende System – wonach sich die Bundesländer bei den frühen, mittleren und späten Ferienzeiträumen ablösen – als tragfähigen und fairen Ansatz.