DIE REISEWIRTSCHAFT - Alle Ziele. Eine Stimme.
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EU erzielt keine Einigung im Trilog-Verfahren

Die Kommission, der Rat und das Parlament der Europäischen Union (EU) haben sich am Mittwoch, den 22. April in den Trilog-Verhandlungen nicht auf eine gemeinsame Fassung der neuen Pauschalreiserichtlinie einigen können. „Das zeigt, dass unsere Argumente und Einwände ernst genommen werden und bei den Verhandlungen der Parlamentarier einfließen“, bewertet der Präsident des Deutschen ReiseVerbandes (DRV), Norbert Fiebig, in einer ersten Reaktion die nun verschobene Entscheidung. Wie das endgültige Ergebnis am Ende aussehen werde, könne natürlich niemand vorhersehen. „Aber es ist ein gutes Zeichen und auch ein wichtiger Zwischenschritt, um nochmals die Argumente und Bedenken der deutschen Reisebranche in den Entscheidungsprozess einfließen zu lassen“, so der DRV-Präsident. Dazu beigetragen habe auch die vor kurzem angestoßene Initiative, mit der der DRV Reisebüros und Veranstalter motiviert hatte, sich selbst auch an ihre Abgeordneten zu wenden. So sollte die Aufmerksamkeit für die bestehende Problematik bei der heimischen Politik nochmals erhöht werden, nachdem sich abzeichnete, dass die Positionen von Reisebüros und Reiseveranstalter im finalen Abstimmungsprozess in Brüssel nur unzureichend Berücksichtigung finden würden.

Es gibt nach der gestrigen Vertagung noch Klärungsbedarf bei den umstrittenen – und vom Deutschen ReiseVerband massiv kritisierten – Vorschlägen zur den Click-Through-Buchungen. In den nächsten Tagen wollen Rat und Parlament diesbezüglich noch eine Einigung herbeiführen. Trotz positiver Signale aus Berlin und Brüssel haben sich beim Thema Veranstalterhaftung für Reisebüros aus DRV-Sicht keine substantiellen Änderungen ergeben. „Wir bleiben bei diesem wichtigen Thema am Ball, damit die Interessen der Reisebüros gewahrt werden. Gleichzeitig bitten wir die Bundesregierung, ihre Haltung im Rat beim Thema Click-Through-Buchungen zu lockern und auf das Parlament zuzugehen. Die Branche wäre ihnen dankbar!“, richtet Fiebig den Appell an die Vertreter Deutschlands.