DIE REISEWIRTSCHAFT - Alle Ziele. Eine Stimme.
DIE REISEWIRTSCHAFT - Alle Ziele. Eine Stimme.

Der DRV unterstützt Sie bei Ihrer Suche nach geeigneten Azubis. Im Rahmen der Kampagne „Zukunft buchen!“ haben wir verschiedenen Werbe-Clips und Berufs-Flyer produziert, eine Stellenbörse eingerichtet und ausführliche Informationen rund um den Ausbildungsvertrag zusammengestellt.

Der DRV stellt allen Unternehmen kostenloses Informationsmaterial zur Verfügung, das Sie hier herunterladen können. Den Flyer „Werde Reiseexperte“ stellen wir Ihnen auch gerne in gedruckter Form für Ihre Veranstaltungen zur Verfügung.

Flyer und Übersichten

Infoflyer "Werde Reiseexperte"
Infoflyer "Werde Reiseexperte"

Infos für deinen Berufseinstieg in die Tourismusbranche

Informationsflyer zum/zur Tourismuskaufmann /-kauffrau
Informationsflyer zum/zur Tourismuskaufmann /-kauffrau

Infos zum neuen Ausbildungsberuf, der dir die Welt zu Füßen legt

Übersicht Reiseverkehrskaufleute vs. Tourismuskaufleute
Übersicht Reiseverkehrskaufleute vs. Tourismuskaufleute

Die wesentlichen Änderungen im Überblick

 

 

Filme

Die Tourismus-Azubis Marie & Paul

Schicken Sie Marie und Paul auf Reisen: Die beiden Tourismus-Azubis sind charakteristische Beispiele für Menschen und Arbeit in der Branche und lassen sich perfekt als Botschafter in Ihre Öffentlichkeitsarbeit integrieren.

Das Hauptmotiv: Die Tourismus-Azubis

Marie und Paul als Key Visual für Ihre Website, Broschüren und Flyer.

Download (ZIP-Datei, 920KB)

Die Nebenmotive: Marie und Paul aktiv

Marie und Paul mit unterschiedlichen Gestiken und Mimiken zum Auflockern Ihrer Stellenausschreibungen, Bewerbungsseiten oder Personalflyer.

Download (ZIP-Datei, 120KB)

Azubi-Stellen kostenlos annoncieren!

Nutzen Sie die kostenlose DRV-Azubi-Stellenbörse auf der Website Opens external link in new windowwww.tourismus-azubi.de, um Ihren Auszubildenden zu finden. Im Rahmen der Ausbildungsoffensive "Zukunft buchen!" wirbt der Deutsche ReiseVerband (DRV) bei Jugendlichen für die Ausbildung im Reisebüro, Geschäftsreisebüro und beim Reiseveranstalter.

Für die Ausschreibung können neben allgemeinen Angaben zum Unternehmen auch Hinweise zur Anzahl der Ausbildungsplätze, zum Start der Ausbildung, zum Einsatzgebiet, zu den erforderlichen Voraussetzungen sowie zum Bewerbungszeitraum eingefügt werden. Dieser Service ist für alle Unternehmen kostenlos.

Nutzen Sie schon heute die Möglichkeit, Ihre Anzeige für Ausbildungsplätze zu veröffentlichen.

Mit Praktika Interesse wecken

Die Auswahl des richtigen Auszubildenden wird immer schwieriger, da aufgrund des demographischen Wandels die Anzahl der Schülerinnen und Schüler kontinuierlich abnimmt. Daher hat es sich für viele Ausbildungsbetriebe mittlerweile bewährt, Auszubildende zu rekrutieren, indem sie Schüler- und Ferienpraktika anbieten. Treten Sie aktiv an allgemeinbildende Schulen heran und machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam und suchen auf diesem Weg Ihren neuen Auszubildenden aus!

Der Trend zu rückläufigen Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz liegt auch häufig darin begründet, dass Jugendlichen nicht bekannt ist, welche beruflichen Tätigkeiten in Ihrem Unternehmen verrichtet werden. Im Laufe eines Praktikums gewinnen Schülerinnen und Schüler einen hervorragenden Einblick in das Berufsleben und in Ihr Unternehmen. Bereits so können Sie Ihren potenziellen Auszubildenden kennenlernen. Ein Praktikum ist eine klassische "Win-Win-Situation" für alle!

  • Hier finden Sie einen vom Bundesbildungsministerium herausgegeben Leitfaden für Schülerpraktika
  • DRV-Mitglieder können hier Beispiele für Schülerpraktika-Verträge kostenlos herunterladen (DRV Log-In notwendig).

Ihre Praktikumsstellen für Schülerinnen und Schüler können Sie auf der Kampagenen-Website der DRV-Ausbildungsoffensive unter tourismus-azubi.de kostenlos annoncieren.

Wer bisher noch nicht ausgebildet hat, muss einige Formalien erledigen. Was genau auf einen Ausbildungsbetrieb dabei zukommt, lesen Sie hier.
 

Eignung von Ausbildungsstätten


Der Ausbildungsbetrieb muss so ausgestattet sein, dass die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden können, die in der Ausbildungsordnung vorgesehen sind (§ 27 BBiG). Technische Geräte müssen nicht dem modernsten, aber dem aktuellen technischen Stand entsprechen.

Das quantitative Verhältnis zwischen den beschäftigten Fachkräften und Auszubildenden sollte „angemessen“ sein. Wie viele Auszubildende ein Unternehmen ausbildet, wird mit der Ausbildungsberatung der IHK abgestimmt.

Im Unternehmen unterscheidet man zwischen dem Ausbildenden und dem Ausbilder. Der Ausbildende ist der Vertragspartner der Auszubildenden. Der Ausbilder ist die Person, die dem künftigen Berufsnachwuchs alle notwendigen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt.
 

Eignung von Ausbildenden und Ausbildern


Nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) darf nur derjenige ausbilden, der persönlich und fachlich dazu geeignet ist (§ 28 BBiG). Fachlich geeignet ist, wer die beruflichen sowie die berufs- und arbeitspädagogischen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt, die für die Vermittlung der Ausbildungsinhalte erforderlich sind (§ 30 BBiG).

Die zuständige Industrie- und Handelskammer (IHK) hat darüber zu wachen, dass die persönliche und fachliche Eignung der Ausbilder und der Ausbildenden vorliegt.

Bei der fachlichen Eignung zur Berufsausbildung wird unterschieden zwischen

1. den beruflichen Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten

  • Die Person hat die Abschlussprüfung in einem der Fachrichtung entsprechenden Ausbildungsberuf bestanden.
  • Die Person hat eine anerkannte Prüfung an einer Ausbildungsstätte, vor einer Prüfungsbehörde oder eine Abschlussprüfung an einer staatlichen Schule in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden
  • Die Person hat eine Abschlussprüfung an einer deutschen Hochschule in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden.


2. den berufs- und arbeitspädagogischen Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten

Die Kompetenz, die Berufsausbildung selbstständig planen, durchführen und kontrollieren zu können, muss in den Handlungsfeldern gegeben sein:

  • Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen,
  • Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken,
  • Ausbildung durchführen und
  • Ausbildung abschließen.


In den Jahren 2003 bis 2009 wurde der Nachweis der Eignung von Ausbildenden und Ausbildern ausgesetzt. Wer vor dem 1. August 2009 als Ausbilder im Sinne des § 28 Absatz 1 Satz 2 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) tätig war, ist vom Nachweis nach den §§ 5 und 6 dieser Verordnung befreit, es sei denn, dass es bei der bisherigen Ausbildertätigkeit zu Beanstandungen durch die zuständige Stelle kam und eine Aufforderung zur Mängelbeseitigung durch die zuständige Stelle erfolgte. Sind in Folge der Aufforderung die Mängel beseitigt worden und Gefährdungen für eine ordnungsgemäße Ausbildung nicht zu erwarten, kann die zuständige Stelle vom Nachweis gemäß §§ 5 und 6 befreien; sie kann dabei Auflagen erteilen (§ 7 Ausbilder-Eignungsverordnung).

Die Anmeldung als Ausbilder erfolgt bei der regionalen IHK.

Verschiedene Bildungsträger bieten vorbereitende Schulungen für die Ausbildereignungsprüfung an. Die Prüfung wird vor der IHK abgelegt.

Die Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) ist hier abrufbar.

Allgemeine Hinweise


Vor Beginn einer Berufsausbildung muss zwischen dem Ausbildenden und dem Auszubildenden ein Berufsausbildungsvertrag geschlossen werden (§ 10 BBiG). Der wesentliche Inhalt des Berufsausbildungsvertrages muss vom Ausbildenden unverzüglich nach der Vereinbarung, auf jeden Fall aber vor Beginn der Berufsausbildung schriftlich niedergelegt werden (§ 11 BBiG).

Ausländische Jugendliche benötigen für eine Berufsausbildung eine Arbeitserlaubnis, die bei Beginn der Ausbildung vorliegen muss. Für Angehörige eines Mitgliedsstaats des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) ist dies nicht erforderlich.

Berufsbezeichnung


Die Berufsbezeichnung muss identisch sein mit der Bezeichnung in der Ausbildungsordnung. Andere Berufsbezeichnungen sind nicht zulässig.

Beispiele sind:

  • Tourismuskaufmann (Kaufmann für Privat- und Geschäftsreisen) / Tourismuskauffrau (Kauffrau für Privat- und Geschäftsreisen)
  • Kaufmann für Dialogmarketing / Kauffrau für Dialogmarketing
  • Kaufmann für Marketingkommunikation / Kauffrau für Marketingkommunikation


Eine Opens external link in new windowÜbersicht der Ausbildungsberufe stellt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) zur Verfügung.

Art, sachliche und zeitliche Gliederung sowie Ziel der Berufsausbildung


Grundlage für die Ausbildung  ist die jeweilige Ausbildungsordnung über die Berufsausbildung. Typische Ausbildungsberufe der Tourismusbranche z.B. Tourismuskaufmann / -kauffrau können Sie Opens external link in new windowhier herunterladen.

Für die sachliche und zeitliche Gliederung ist der Ausbildungsrahmenplan zugrunde zu legen, der der jeweiligen Ausbildungsordnung beigefügt ist.

Ein Beispiel:

Initiates file downloadAusbildungsordnung und -rahmenplan für die Ausbildung der Tourismuskaufleute

Beginn und Dauer der Berufsausbildung


Der Beginn der Berufsausbildung ist frei wählbar. Es ist jedoch darauf zu achten, dass der Beginn mit dem Schuljahresanfang der Berufsschule korrespondiert und das Ende mit der Sommer- oder Winter-Abschlussprüfung. In der Regel werden Ausbildungsverträge zum 1. Februar oder 1. August geschlossen.

Dauer der regelmäßigen täglichen Ausbildungszeit


Bei der regelmäßigen täglichen Ausbildungszeit muss Folgendes beachtet werden:

 

Dauer der Probezeit


Die Probezeit muss mindestens einen und darf maximal vier Monate betragen (§ 20 BBiG). Weder ein kürzerer noch eine längerer Zeitraum ist zulässig. Arbeitsverhältnisse vor Abschluss des Berufsausbildungsvertrages, beispielsweise ein Praktikum, können nicht auf die Probezeit angerechnet werden.

Zahlung und Höhe der Vergütung


Die Höhe der Vergütung muss einer branchenüblichen Vergütung (Tarifvertrag) entsprechen und darf höchstens um 20 Prozent unterschritten werden. Die Industrie- und Handelskammer muss der Vergütungshöhe zustimmen.

Laut § 17 BBiG haben Ausbildende den Auszubildenden eine angemessene Vergütung zu gewähren. Sie ist nach dem Lebensalter der Auszubildenden so zu bemessen, dass sie mit fortschreitender Berufsausbildung, mindestens jährlich, ansteigt. Eine über die vereinbarte regelmäßige tägliche Ausbildungszeit hinausgehende Beschäftigung ist besonders zu vergüten oder durch entsprechende Freizeit auszugleichen.

Mitglieder der DRV-Tarifgemeinschaft können den Tarifvertrag kostenlos erhalten. DRV-Mitglieder, die nicht der DRV-Tarifgemeinschaft angehören, können eine Kurzfassung der Tarifverträge Opens internal link in current windowhier herunterladen (DRV Log-In notwendig). Unternehmen, die nicht im DRV Mitglied sind, erhalten Informationen bei den Tarifregistern.

Ein in allgemeiner Form gehaltener Hinweis auf die Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, die auf das Berufsausbildungsverhältnis anzuwenden sind, muss im Vertrag enthalten sein.

Dauer des Urlaubs


Laut Bundesurlaubsgesetz beträgt der Urlaub jährlich mindestens 24 Werktage. Als Werktage gelten alle Kalendertage, die nicht Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind.

Des Weiteren muss Folgendes beachtet werden:

unter 18 Jahre:

 


über 18 Jahre:

 


Der Arbeitgeber hat Jugendlichen für jedes Kalenderjahr einen bezahlten Erholungsurlaub zu gewähren.

Der Urlaub beträgt jährlich

 

  • mindestens 30 Werktage, wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahrs noch nicht 16 Jahre alt ist,
  • mindestens 27 Werktage, wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahrs noch nicht 17 Jahre alt ist,
  • mindestens 25 Werktage, wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahrs noch nicht 18 Jahre alt ist.


Der Urlaub soll Berufsschülern für die Zeit der Berufsschulferien genehmigt werden. Soweit er nicht in den Berufsschulferien liegt, ist für jeden Berufsschultag, an dem die Berufsschule während des Urlaubs besucht wird, ein weiterer Urlaubstag zu gewähren.

Voraussetzungen


Sollte der Ausbildungsbetrieb nicht alle Teile der Ausbildung abdecken können, das Unternehmen zu klein oder die sächlichen beziehungsweise personellen Ausbildungsvoraussetzungen nicht gegeben sein, besteht die Möglichkeit, einen Ausbildungsverbund einzurichten oder sich einem bestehenden Verbund anzuschließen (§ 10 BBiG). Durch einen Ausbildungsverbund können zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden.

Ein Ausbildungsverbund ist gegeben, wenn mehrere Betriebe sich zusammen schließen, um eine Berufsausbildung gemeinsam zu planen und arbeitsteilig zu organisieren. Die Auszubildenden absolvieren bestimmte Teile ihrer Ausbildung nicht im Ausbildungsbetrieb, sondern in einem oder mehreren Partnerbetrieben.
 

Varianten von Ausbildungsverbünden


In der Praxis haben sich fünf Varianten herausgebildet:

  • Leitbetrieb mit Partnerbetrieb
  • Auftragsausbildung
  • Ausbildungs-Konsortium
  • Ausbildungsverein
  • Ausbildungsring


Ausführliche Informationen zu den fünf Varianten und den rechtlichen Rahmenbedingungen finden Sie in der DRV-Praxisbroschüre "Tourismuskaufmann / -kauffrau". Die Druckversion steht für alle Unternehmen gegen eine Schutzgebühr von 7,50 Euro zzgl. Versandgebühren zur Verfügung. Die Bestellung erfolgt über das DRV-Sekretariat an Opens window for sending emailinfo​[at]​drv.de.

DRV-Praxisbroschüre für den Ausbildungsberuf der Tourismuskaufleute können Sie hier herunterladen (8 MB).

Die Mitarbeiterbindung wird zunehmend schwieriger und die finanziellen Vorteile werden für Arbeitnehmer immer wichtiger. Daher hat das DRV-Vorsorgemangement spezielle Angebote zur Gesundheits- und Altersvorsorge für seine Mitglieder im Angebot.

  • Nachhaltig positive Auswirkung auf die Mitarbeiterbindung und -gewinnung
  • Attraktivität als Arbeitgeber steigt
  • Stärkung der sozialen Kompetenz
  • sinnvolle Alternative zur Gehaltserhöhung
  • attraktive Gesundheitsprogramme und beste Konditionen für Mitarbeiter mit hohen garantierten Renten
  • Absetzbarkeit der betrieblichen Krankenversicherung als Betriebsausgabe
  • Das DRV-Vorsorgemanagement übernimmt die gesamte Abwicklung der Mitarbeiterinformation über Broschüren, Plakate, Veranstaltungen, Gehaltsbeileger etc.

Ausführliche Informationen finden Sie Opens internal link in current windowhier.

Vor dem Hintergrund der schwachen Konjunkturerwartungen in den nächsten Jahren stecken zum Teil auch die Arbeitsmärkte in mehreren EU-Mitgliedstaaten in einer tiefen Krise. Die Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa hat kaum jemanden so hart getroffen wie die Jugend. Die Jugendarbeitslosigkeit innerhalb der Europäischen Union stellt ein immer größeres Problem dar, das nicht kurzfristig gelöst werden kann. Mangelhafte bzw. fehlende  Ausbildungsmöglichkeiten wirken sich nicht nur auf einzelne Staaten und Jugend negativ aus, sondern auf den gesamten europäischen Wirtschaftsraum.

Die angespannte wirtschaftliche Lage verhindert, dass Jugendliche über angemessene Ausbildungsmöglichkeiten verfügen können. Unter den 15-bis 24-Jährigen liegt die Arbeitslosenquote in den Mitgliedstaaten der EU mit gegenwärtig rund 23 Prozent nach wie vor etwa doppelt so hoch wie die der Gesamterwerbsbevölkerung. Rund ein Viertel der Arbeitslosen zwischen 15 und 24 Jahren und mehr als ein Drittel der Arbeitslosen zwischen 25 und 29 Jahren sind länger als ein Jahr arbeitslos gemeldet.

Jugendarbeitslosigkeit in südeuropäischen Staaten ist kein neues Problem, der rasante kurzfristige Anstieg von teilweise bis zu 150 Prozent hat allerdings nie dagewesene Ausmaße. Das Problem ist nicht konjunkturbedingt; die Vorstellung, es könne sich bei Verbesserung der Wirtschaftslage „automatisch“ verringern, ist unrealistisch. Fehlende Strukturen für eine praxisgerechte Aus- und Weiterbildung sowie veraltete oder fehlende Tarifregelungen verschärfen die Situation auf dem europäischen Arbeitsmarkt.

Auswirkungen auf die deutsche Touristik

Die deutsche Touristik ist von dieser negativen Entwicklung und der Beschäftigungssituation Jugendlicher im Ausland langfristig betroffen. Eine hohe und lang anhaltende Jugendarbeitslosenquote wirkt sich auf Wirtschaft und Gesellschaft aus und bedroht die Volkswirtschaft in vielen Bereichen. Nachlassende Wirtschaftskraft und eine hohe Arbeitslosenquote verringern die Kaufkraft, was wiederum zu verminderten Steuereinnahmen und zu höheren Ausgaben für Sozialleistungen führt. Damit könnte das Investitionsvolumen für Infrastruktur, Kulturangebote etc. vermindert werden, so dass Flughäfen, Straßen, Kulturgüter veralten bzw. nicht mehr gepflegt oder saniert werden. Veraltete Flughäfen, kaputte Straßen, fehlende Fahrrad- oder Wanderwege, in ihrem Bestand bedrohte Orte mit kulturgeschichtlicher Bedeutung und vieles mehr wird die Folge sein. Es ist aber genau diese Infrastruktur, die für den Tourismus wichtig ist.

Deutsche Urlauber legen bei der Reisekette zunehmend mehr Wert auf Service und Qualität. Eine kompetente und qualifizierte Beratung bei der Reisebuchung und eine serviceorientierte und reibungslose Betreuung vor Ort gehören für viele Reisegäste zu einem gelungenen Urlaub dazu. Im Fokus der Gäste stehen dabei die Ablaufprozesse bei der Einreise am Flughafen, Transferangebote und der Aufenthalt im Hotel sowie gastronomische Angebote. Um diesen stetig steigenden Ansprüchen an Service und Qualität gerecht zu werden, bedarf es gut ausgebildeter Fachkräfte in den Zielgebieten.

Unterstützung bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit

Aufgrund dieser Situation wird angestrebt, innerhalb der deutschen Touristikbranche eine abgestimmte Zusammenarbeit zu initiieren, um die politischen Bemühungen – die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen – durch praktische Maßnahmen zu unterstützen.

Laut Germany Trade and Invest wird beispielsweise der spanischen Tourismusbranche ein weiteres Wachstum prognostiziert, so dass der Fachkräftebedarf auch in ferner Zukunft besteht. Angesichts der unvermindert großen Zahl an Auslandsreisen hat die deutsche Touristikbranche ein hohes Interesse daran, dass Fachkräftemangel in Zielgebieten vermieden und langfristig duale Ausbildungswege nach deutschem Vorbild in anderen EU-Staaten etabliert werden, um die Qualität touristischer Angebote zu stabilisieren und qualifizierte Nachwuchskräfte auszubilden.

Unternehmen des deutschen Tourismusmarktes wollen dazu beitragen, unqualifizierten und arbeitslosen Jugendlichen eine solide Ausbildung und berufliche Einstiegschancen zu eröffnen. Gedacht ist an Praktika, an Ausbildungsmöglichkeiten in Deutschland oder an die Schaffung gemeinschaftlicher Ausbildungskapazitäten mit Kooperationspartnern vor Ort, beispielsweise mit Incoming-Agenturen oder Hotels. Dabei wäre gewährleistet,  dass Auszubildende Phasen ihrer Ausbildung in Deutschland absolvieren.

Ziel ist es, Jugendlichen eine gute und qualifizierte Ausbildung zu ermöglichen, um die Fachkräftesicherung in Deutschland und in den Zielgebieten zu gewährleisten.

Fördermittel der Bundesregierung

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und die Bundesagentur für Arbeit (BA) haben das Förder-projekt „The Job of my Life“ (Opens external link in new windowwww.thejobofmylife.de) ins Leben gerufen.

Das Programm richtet sich an junge Ausbildungsinteressenten und arbeitslose Fachkräfte aus Europa, die in Deutschland eine betriebliche Berufsausbildung oder eine qualifizierte Beschäftigung aufnehmen möchten.

Der genaue Wortlaut der Förderrichtlinie kann auf der Kampagnen-Website Opens external link in new windowwww.thejobofmylife.de heruntergeladen werden.

Ihre Ansprechpartnerin
Busche, Dorothea
© DRV / Wyrwa

Dorothea Busche
T  +49 30 28406-28
busche​[at]​drv.de