DIE REISEWIRTSCHAFT - Alle Ziele. Eine Stimme.
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Keine Auswirkungen der Euro-Krise auf den Pauschalurlaub

Griechenland zählt seit vielen Jahren zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Rund 2,5 Millionen Bundesbürger reisten im vergangenen Jahr nach Hellas – ein neuer Besucherrekord. Für das Land selbst ist der Tourismus der größte Wachstumsmotor und steuert einen Löwenanteil zur Wirtschaftsleistung bei. So beliefen sich die Einnahmen aus dem Tourismus 2014 laut Angaben des Auswärtigen Amtes auf über 13,4 Milliarden Euro. Die aktuelle Diskussion über die Staatsfinanzen und die Euro-Zukunft hat an dem starken Zuspruch für das Land nichts geändert – die Deutschen reisen nach wie vor gerne nach Griechenland und lassen sich durch die derzeitigen Schlagzeilen nicht verunsichern. Das bestätigen auch die Buchungszahlen der Reiseveranstalter für diesen Sommer: Nach Auswertungen der GfK-Marktforscher liegt die Zahl der Vorausbuchungen im Zeitraum von Januar bis einschließlich Mai 2015 auf Höhe des sehr guten Vorjahreszeitraums – im Mai gab es sogar einen kräftigen Buchungszuwachs.

Der Deutsche ReiseVerband (DRV) hat Antworten auf wichtige Fragen, die im Zusammenhang mit Griechenland-Reisebuchungen stehen, zusammengestellt: 

  • Was würde ein Staatsbankrott oder die Wiedereinführung der Drachme für Touristen bedeuten?

Für Urlauber hätte dies nur geringe Auswirkungen. Gerade Gäste von Reiseveranstaltern haben keine Konsequenzen zu fürchten: Der Reisepreis ist in Euro bezahlt, egal welche Währung in einem Land gilt. Die touristischen Leistungen wie Flüge, Hotelübernachtungen oder Bustransfers sind eingekauft und vertraglich abgesichert. Die Ausgaben vor Ort, etwa für Souvenirs oder den Tavernenbesuch, lassen sich mit Bargeld, EC-Karte oder Kreditkarte bezahlen. Klar ist, dass nicht nur die deutschen Reiseveranstalter, sondern auch die Griechen selbst alles tun werden, um Touristen einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen. Schließlich ist der Tourismus der wichtigste Wirtschaftszweig des Landes und sichert jeden fünften Arbeitsplatz.

  • Muss man Angst vor Streiks oder Demonstrationen haben?

Wie in anderen Ländern – darunter auch in Deutschland – kann es hin und wieder Streiks oder Demonstrationen geben. In der Regel werden diese im Vorfeld angekündigt, so dass Reiseveranstalter Ausweichmöglichkeiten finden können, um die Auswirkungen für den Urlauber möglichst gering zu halten. Die Reiseleiter vor Ort sind stets über die aktuelle Lage im Bilde und informieren die Gäste der Reiseveranstalter direkt. Demonstrationen sollten generell in jedem Reiseland gemieden werden. In der Vergangenheit waren diese auf Athen und andere Großstädte beschränkt, so dass die Urlauber auf den Inseln davon – wenn überhaupt – nur durch die Medien erfahren haben. In den touristischen Regionen ist die Lage seit jeher ruhig. Dort spüren Reisegäste von der Wirtschaftskrise des Landes kaum etwas. Wer jetzt seinen Urlaub in Griechenland verbringt, unterstützt die dortige Privatwirtschaft und leistet einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Lage.

  •  Werden Touristen in Griechenland freundlich empfangen?

Griechenland ist bekannt für seine herzliche Gastfreundschaft. Es ist und bleibt ein abwechslungsreiches Reiseland und ein lohnendes Ziel nicht nur für Badetouristen, sondern auch für Kulturinteressierte. Gerade in Zeiten der Eurokrise sind Hoteliers und alle weiteren im Tourismus Beschäftigen bemüht, die Gäste rundum zufrieden zu stellen.

  • Sind Deutsche in Griechenland gern gesehene Gäste?

Auf jeden Fall! Die deutschen Urlauber sind stets willkommen und die griechischen Gastgeber sind für jede Unterstützung dankbar. Trotz vereinzelter gegen Deutschland gerichteter politischer Kampagnen in der Vergangenheit brauchen deutsche Urlauber nicht zu fürchten, dass ihnen in Griechenland Feindseligkeit oder sogar Hass entgegenschlägt. Das sind Aktionen Einzelner, die sich zumeist auf Athen beschränken. In den Urlaubsgebieten ist davon nichts zu spüren.

  • Wie viele Deutsche reisen denn jedes Jahr nach Griechenland?

Deutschland ist der wichtigste Markt für die griechischen Hoteliers. So reisten 2014 insgesamt 2,5 Millionen deutsche Gäste nach Griechenland (2013 fast 2,3 Millionen). Die Buchungsdaten für diesen Sommer sind eindeutig: Griechenlandreisen sind weiterhin sehr gefragt. Eine Buchungszurückhaltung oder Ablehnung lässt sich nicht erkennen.

  • Welches sind die beliebtesten griechischen Reiseziele der Deutschen?

Zu den bevorzugten Urlaubszielen zählen die zahlreichen Inseln – besonders die Klassiker Kreta, Rhodos, Kos und Korfu – sowie die Küstenregionen auf dem Festland.