Anhebung der Tarifgehälter und Ausbildungsvergütungen zum 1. April 2017 vereinbart

Die DRV-TARIFGEMEINSCHAFT hat mit der Gewerkschaft ver.di einen neuen Gehaltstarifvertrag und eine neue Vereinbarung über die Vergütung für Auszubildende in der Reisebranche erzielt. Die Beschäftigten erhalten jeweils mit der Abrechnung für die Monate Januar und Juli 2017 eine Einmalzahlung in Höhe von jeweils 0,5 Prozent des individuellen Jahrestarifgehalts. Zum 1. April 2017 werden weiterhin die Tarifgehälter um 1,5 Prozent dauerhaft erhöht. Bei den Ausbildungsvergütungen vereinbarten die Tarifvertragsparteien eine deutliche Anhebung der Ausbildungsvergütungssätze. Beide Tarifvereinbarungen haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017 und können erstmals zu diesem Zeitpunkt gekündigt werden.

Nach dem vorangegangenen Tarifabschluss vom 19. Mai 2015, mit dem damals eine ungewöhnlich lange tariflose Zeit und ausgesprochen schwierige Tarifverhandlungen beendet werden konnten, war zunächst versucht worden, eine Lösung für die von der Arbeitgeberseite gewünschte variable Vergütungskomponente im Vertriebsbereich zu regeln. Dies ist leider nicht gelungen. Unabhängig davon gewährt der neue Abschluss für alle Beschäftigten ein Gehaltsplus. Volker Fasbender, Geschäftsführer der DRV-TARIFGEMEINSCHAFT: „Mit diesem Abschluss ist neuerlich ein positives Zeichen für das Funktionieren der Tarifautonomie in unserer Branche gesetzt worden: Die Sozialpartner haben am Verhandlungstisch eine Tarifeinigung gefunden und trotz ungekündigten Tarifvertrags ein deutliches Zeichen für die Attraktivität der Branche gesetzt. Die Beschäftigten unserer Unternehmen erhalten eine angesichts der schwierigen Lage der Branche für unsere Mitglieder gerade noch verträgliche Gehaltserhöhung.“

Die DRV-TARIFGEMEINSCHAFT (DRV-T) vertritt als Arbeitgeberverband die Interessen ihrer Mitglieder aus der deutschen Reisebüro- und Reiseveranstalterbranche gegenüber dem Sozialpartner. Der Verband ist ein kompetenter Ansprechpartner bei allen Fragen rund um die Tarifvereinbarungen. In umfangreichen Verhandlungen mit den Gewerkschaften wurden in den vergangenen Jahren modernisierte und flexible Tarifverträge vereinbart, die weitgehend in der gesamten Branche mit ihren über 70.000 Beschäftigten angewandt werden.