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Umweltzonen wirken sich negativ auf die Bustouristik aus

Zum 1. Januar 2012 werden, laut Informationen des Umweltbundesamtes (UBA), neue Umweltzonen eingeführt und bestehende Regelungen in einigen Städten verschärft. Bereits vor einigen Jahren wurden in vielen Städten Umweltzonen eingerichtet, um die Feinstaubbelastung in den Innenstädten zu verringern. In diesen speziell gekennzeichneten Stadtgebieten dürfen nur noch Kraftfahrzeuge fahren, die bestimmte Abgasstandards einhalten. Fahrzeuge mit besonders hohen Emissionen müssen draußen bleiben.

Von der Ausweitung der Umweltzonen sind auch Reisebusse betroffen. Der Deutsche ReiseVerband (DRV) sieht darin für die Busunternehmen eine große Belastung. Noch bis Ende 2006 galten Reisebusse mit dem Abgasstandard Euro 3 als die modernsten und abgasärmsten Fahrzeuge. Nach der kurzen Nutzungsdauer von maximal sechs Jahren sollen diese Fahrzeuge, die häufig noch nicht einmal abgeschrieben werden konnten, zunehmend aus den Innenstädten verbannt werden. Dabei gilt der Reisebus laut UBA als das Verkehrsmittel mit dem niedrigsten Energieverbrauch sowie Schadstoffausstoß und trägt somit zu einem umweltschonenden Tourismus bei.

Die vorwiegend inhabergeführten Busunternehmen müssen daher oft mit erheblichen finanziellen Mitteln ihre Busflotte erneuern. Denn ohne eine entsprechende Umrüstung oder einen neuen Reisebus können sie ihre Gäste nicht mehr in die Innenstädte bringen. Von dieser Behinderung in zahlreichen interessanten Städtereisezielen ist die gesamte Tourismuswirtschaft darunter Hotels, Sehenswürdigkeiten und auch der Einzelhandel betroffen.

Mit Beginn des neuen Jahres dürfen in Heidenheim, Schramberg und Urbach nur noch Fahrzeuge mit gelber und grüner Plakette einfahren (neue Umweltzonen). Die Umweltzone Pleidelsheim geht in Pleidelsheim-Ingersheim-Freiberg auf. Viele Städte in Baden-Württemberg und Bayern lassen die rote Plakette nicht mehr zu. In Frankfurt a.M., Krefeld, Osnabrück und Stuttgart ist nur noch die grüne Plakette zulässig, in München ist das ab 1. Oktober 2012 der Fall. Die neue Umweltzone Ruhrgebiet vereint neue mit bestehenden Umweltzonen (Bochum, Bottrop, Castrop-Rauxel, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Gladbeck, Herne, Herten, Mülheim, Oberhausen und Recklinghausen). Auch in Hagen wird zu Jahresbeginn eine Umweltzone errichtet. Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterDetaillierte Informationen stellt das UBA hier zur Verfügung.