Die weltweit angespannte wirtschaftliche Situation kann den Aufwind des Deutschland-Tourismus nicht bremsen. Ganz im Gegenteil: Deutschland steht als Reiseland auch im Oktober 2011 weltweit hoch im Kurs, meldet die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT). Das Statistische Bundesamt hat 5,9 Prozent mehr Übernachtungen ausländischer Gäste registriert als im Vorjahresmonat. Von Januar bis Oktober 2011 wurden im Incoming insgesamt knapp 55,4 Millionen Übernachtungen registriert. Das entspricht einem Zuwachs von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Seit Beginn des Jahres liegen wir kontinuierlich über den Zahlen des Rekordjahres 2010“, erklärt Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT). „Damit zeichnet sich ab, dass wir unser prognostiziertes Wachstum von vier Prozent aus dem In- und Ausland bis zum Jahresende erreichen werden.“
Die Niederländer stellen traditionell die stärkste Urlaubernation unter den europäischen Gästen. Von Januar bis Oktober wurden aus diesem Markt knapp 9,7 Millionen Übernachtungen registriert, ein Zuwachs von 2,2 Prozent im Vergleich zu den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres. Andere Nachbarländer haben sogar stärker zugelegt: So vermelden die Statistiker aus der Schweiz in diesem Zeitraum ein Plus von 13,7 Prozent: Das sind fast 501.000 zusätzliche Übernachtungen. Auch die Übernachtungen aus Österreich und Frankreich sind mit sechs und 6,6 Prozent erfreulich gestiegen. Besonders hoch waren die Zuwächse mit über 20 Prozent aus Polen und Russland.
Auch aus zahlreichen Überseemärkten meldet das Statistische Bundesamt von Januar bis Oktober Zuwächse. Besonders hoch war das Plus aus Brasilien, China und Indien. Die Nase vorn hat Brasilien mit einem Plus von 22,9 Prozent. Gefolgt von der Volksrepublik China mit 22 Prozent und Indien mit einem Plus von 20,9 Prozent.