Kurzarbeit der Mitarbeiter für deren Weiterbildung nutzen

Virtuelle Bereichsversammlung der assoziierten DRV-Mitglieder widmet sich der Bildung in Corona-Zeiten

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Corona hat den Arbeitsmarkt in der Touristik innerhalb weniger Monate verändert und stellt sowohl Arbeitnehmer als auch Unternehmen vor neue Herausforderungen. Wie die Reisewirtschaft kurzfristig und auch in Zukunft erfolgreich Fach- und Nachwuchskräfte finden und binden kann – diesen Fragen widmete sich die jüngste Bereichsversammlung der assoziierten Mitglieder (Säule E) im Deutschen Reiseverband (DRV) unter Leitung von Susanne D. Schick. Die DRV-Vizepräsidentin stellt jede Bereichsversammlung unter ein spezifisches Motto bzw. einen bestimmten Themenschwerpunkt. Dieses Mal waren es die Themen Bildung, Deutschlandtourismus und Geschäftsreiseentwicklung in Corona-Zeiten. Erstmals fand die Bereichsversammlung als reine digitale Veranstaltung statt und wurde live aus dem virtuellen TV-Studio von DRV-Mitglied Ypsilon.Net in Frankfurt übertragen. Durch das Programm führte Moderator Michael Blum (Blumconnect Communication Experts), ebenfalls Mitglied der Säule E. Bis zum Schluss verfolgten mehr als 80 teilnehmende Mitglieder den rund vierstündigen Stream.

Petra Weigand-Datz, die Schulleiterin der Schule für Touristik Weigand, ermunterte die touristischen Dienstleister in die Weiterbildung der Mitarbeiter, die in Kurzarbeit sind, zu investieren und dies als Chance für die Zeit nach der Corona-Krise zu sehen: „Finanzieren Sie die Weiterbildung durch das neue Aufstiegs-BAföG, das von der Bundesregierung ab 1. August 2020 erhöht wurde. Arbeitgeber tragen dadurch keine Kosten“, gab sie einen Tipp. Auch Daniela Gerdes von TraSo zeigte sich überzeugt, dass motivierte Mitarbeiter mit betriebswirtschaftlichem Know-how und frischen neuen Ideen wichtiger denn je für den Erfolg in Zukunft sind. Daher tun Unternehmen gut daran, auch in der Krise ihre Mitarbeiter zu betreuen und zu fördern. Diese gelte insbesondere für die Touristik, deren Image bei qualifizierten Werbern durchaus verbessert werden könne.

Prof. Eberhard Kurz von der Hochschule Worms wies darauf hin, dass technologische Spezial-Kompetenzen künftig ebenso erforderlich seien wie generalistische Fähigkeiten, denn „Touristik-Unternehmen sind Digital- und Technologieunternehmen“. So ist auch ein Studiengang an seiner Hochschule angelegt.

Dass Netzwerk und Austausch auf Augenhöhe für Unternehmen, aber auch für die persönliche Weiterentwicklung gerade für junge Fach- und Führungskräfte, schon immer wichtig gewesen ist, darauf machte Ulrike Katz, Managing Director bei justZARGEScommunicate aufmerksam. Als Vetreterin der DRV-Talentakademie „Junge Führungskräfte“ stellte sie fest: „Aber Situationen wie die aktuelle Corona-Krise fordern dies für unsere Branche umso mehr. Der weiter anhaltende Fachkräftemangel forciert die Wichtigkeit, sich als Unternehmer mit dem Thema Nachwuchsförderung gerade in einem schwieriger werdenden Marktumfeld zu beschäftigen.“

Den Einstieg lieferten die Best Practice Beispiele aus dem Deutschland-Tourismus von Helena Götze, Leiterin Key Account und Partnermanagement bei der Bayern Tourismus Marketing. Sie unterstrich, wie wichtig in Corona-Zeiten die digitale Ausrichtung der Kommunikationsmaßnahmen sei. „Unsere geplanten Marketingkampagnen wurden durch die Corona-Pandemie zum Großteil nichtig. Wir setzten den Fokus sofort auf die Kommunikation mit unseren Partnern und digitale Kampagnen, die noch während des Lockdowns zu einem Aufenthalt in Bayern inspirierten und das bayerische Lebensgefühl positiv vermittelten. Die angepassten Produkte unserer Partner haben wir dann ebenfalls integriert. So kommen wir mit frischen Ideen und Einbindung unserer digitalen B2C-Kunden durch die Pandemie-Zeit“, schilderte Götze.

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